Die Ukraine ist im Krieg mit Russland. Europäische Staaten rüsten auf. Die Schweiz will das auch. Die Terminologie hat sich verändert. Armeen werden nicht mehr verteidigungsfähig gemacht, sondern kriegstauglich. Aufrüsten und sich einsatzbereit machen, das ist die eine Seite. Die andere ist diese: Wer aufrüstet und sich kampfbereit macht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Soldaten im Gefecht verletzt werden oder gar sterben. Wie Maik Mutschke.

Maik Mutschke ist Bundeswehrsoldat und wurde 2010 im Einsatz in Afghanistan schwer verwundet. Seine Überlebenschancen waren gering. Heute treibt er Sport, fährt Ski.
Maik Mutschke ist Berufssoldat, Parasportler und nimmt an Sportwettkämpfen teil. Bei den Winter-Militärweltspielen in Luzern ist Mutschke als Skirennfahrer am Start.
Sport als Rehabilitation
Die deutsche Bundeswehr hat Strategien, Konzepte und Programme dafür, wie sie mit Soldaten umgeht, die versehrt aus Einsätzen zurückkehren. Dazu gehört auch der Sport. Harald Dobmeier trug auf Seite der Bundeswehr dazu bei, dass der Parasport in Militärwettkämpfe wie die CISM-Winterspiele in Luzern integriert wurde.

Sport verschaffe versehrten Soldaten Ziele, gebe Selbstbewusstsein zurück, sei wichtig bei der Rehabilitation. Oberstleutnant Dobmeier half auch, Strukturen aufzubauen, die vorgeben, wie sich die Bundeswehr um solche Soldaten kümmern soll.
Harald Dobmeier sagt, dass europäische Armeen nun eigene Systeme entwickeln würden, wie mit versehrten Soldaten umzugehen sei. Durch den Krieg in der Ukraine, die fragiler gewordene Sicherheit Europas und durch Aufrüstungsabsichten sei das Bewusstsein dafür gestiegen. Und wie ist das bei der Schweizer Armee?

Divisionär Germaine Seewer erwähnt den Psychologisch Pädagogischen Dienst der Armee, der sich um Armeeangehörige kümmere. Weiter habe die Armee Ärzte, es gebe die Seelsorge, den Sozialdienst und armeenahe Stiftungen könnten bei finanziellen Fragen helfen. Aber ein Konzept oder Programme, wie sie beispielsweise die Bundeswehr in Deutschland kennt, habe die Schweizer Armee nicht, so das VBS.

Schweizer Armeeangehörige nehmen aber auch nicht an Kampfhandlungen wie jenen in Afghanistan teil. Trotzdem gibt es auch in der Schweizer Armee Verletzte oder Tote im Dienst. Gemäss der Statistik der Militärversicherung kam es in den letzten fünf Beobachtungsjahren im Durchschnitt pro Jahr zu drei Todesfällen von Milizangehörigen während der Dienstzeit, mehrheitlich durch Unfälle. Der Bund ist zurzeit dabei, das militärische Gesundheitswesen neu zu regeln. Es umfasst alle medizinischen Leistungen, welche die Armee zugunsten ihrer Angehörigen erbringt.
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