Das ist passiert: Ein starkes Erdbeben hat mehrere Länder Südostasiens erschüttert und nach jüngsten Berichten mindestens 21 Menschenleben gefordert. Zu spüren war das Beben in Myanmar, in Thailands Hauptstadt Bangkok sowie in Teilen Indiens, Chinas und in Vietnams Hauptstadt Hanoi. Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam meldete ein Erdbeben der Stärke 7.6 in einer Tiefe von circa 20 Kilometern in Myanmar. Die US-Erdbebenwarte USGS verzeichnete ein Beben der Stärke 7.7 in zehn Kilometern Tiefe. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge 17.2 Kilometer vor der Millionenstadt Mandalay in Myanmar.

Das ist aus Myanmar bekannt: In Myanmar stürzten als Folge der heftigen Erdstösse eine Moschee und ein Kloster ein, mindestens 15 Menschen kamen dort ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Khit Thit Media unter Berufung auf Rettungskräfte berichtete. Mehrere Menschen sollen noch eingeschlossen sein. Zudem sollen auch in einem eingestürzten Hotel in Aung Ban, einem Ort im Landesinnern nahe dem Epizentrum, zahlreiche Menschen eingeschlossen sein. In sozialen Medien sind einstürzende Gebäude in Mandalay zu sehen und auf den Strassen liegende Trümmer. Ein Augenzeuge aus Mandalay sagte: «Wir sind alle aus dem Haus gerannt, als alles zu beben begann. Ich habe gesehen, wie ein fünfstöckiges Gebäude eingestürzt ist. Alle Menschen in meiner Stadt sind auf der Strasse, und niemand traut sich, in die Gebäude zurückzukehren.»

Das Ausmass des Erbebens in Bildern

Das weiss man aus Bangkok: In der thailändischen Hauptstadt bebte minutenlang die Erde, auch hier verliessen Menschen in Panik ihre Häuser. In Bangkok brach der Rohbau eines Hochhauses nach den Erschütterungen in sich zusammen. Videos im Internet zeigen, wie das Gebäude in Trümmer fiel, während Arbeiter davonliefen. Laut Medienberichten, die sich auf Berichte von Rettungskräften stützen, sollen mehr als 40 Arbeiter eingeschlossen worden sein. Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra berief während ihres Besuchs auf der Insel Phuket eine Notstandssitzung ein.

Das ist aus China bekannt: Das heftige Erdbeben in Südostasien hat auch Teile Chinas getroffen. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina deutlich zu spüren. Betroffen waren unter anderem die Grossstadt Kunming oder die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali. Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten.

Ein Video auf der chinesischen Online-Plattform Weibo, Chinas Pendant zur Plattform X, zeigte Trümmerteile auf einer Strasse in Ruili und Schäden an einem Hausdach. Auch in den chinesischen Provinzen Guizhou und Guangxi waren die Erdstösse zu spüren. Aus Vietnam, wo etwa in der Hauptstadt Hanoi die Erde bebte, wurden zunächst keine Schäden bekannt.

Schäden bei Erdbeben meist verheerend: Bei einem schweren Erdbeben wie diesem sind die Schäden meist verheerend. Oft sterben Tausende, durch die Zerstörungen verlieren ganze Bevölkerungen ihr Zuhause. Gerade Asien ist immer wieder betroffen. Afghanistan (Juni 2022), Indonesien (September 2018) und Nepal (Mai 2015) erleben Katastrophen mit Tausenden Toten. Als besonders verheerend gilt das Erdbeben vom März 2011 vor der japanischen Ostküste, das fast 16'000 Menschenleben forderte und die Havarie des Atomkraftwerks in Fukushima verursachte. 

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke