• Ein starkes Erdbeben hat Südostasien erschüttert. Betroffen sind Thailand, Myanmar und China.
  • Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam meldete ein Erdbeben der Stärke 7.6 im Nachbarland Myanmar, die US-Erdebebenwarte USGS verzeichnete die Stärke 7.7.
  • Das Epizentrum lag den Angaben zufolge 17.2 Kilometer vor der Millionenstadt Mandalay in Myanmar.
  • Bisher gibt es Berichte über Schäden. 20 Tote wurden bisher vermeldet. Die Suche nach Verletzen sei am Laufen.

Mindestens 15 Menschen sind laut Medienberichten beim Einsturz einer Moschee in Myanmar im Anschluss an das heftige Erdbeben im südostasiatischen Land gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Khit Thit Media unter Berufung auf Rettungskräfte. Die Moschee stand den Angaben zufolge in der Stadt Mandalay. Der Einsturz passierte demnach während eines Gottesdienstes. 

Wie die Nachrichtenagentur weiter berichtete, stürzte andernorts in Taungoo ein Kloster ein, in dem Vertriebene untergebracht waren. Fünf Menschen starben demnach, darunter auch Kinder. Mehrere Menschen sollen noch eingeschlossen sein, hiess es unter Berufung auf Augenzeugen.

Das Ausmass des Erbebens in Bildern

Auch die thailändische Hauptstadt Bangkok wurde vom Erdbeben erschüttert. Dort bebte minutenlang die Erde, Menschen verliessen in Panik ihre Häuser. Im Stadtteil Silom im Zentrum der Hauptstadt waren Tausende Menschen auf der Strasse, viele rannten.

Die Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra berief während ihres Besuchs auf der Insel Phuket eine Notstandssitzung ein.

Ein Büroturm in der Innenstadt von Bangkok schwankte mindestens zwei Minuten lang hin und her, wobei Türen und Fenster laut knarrten, wie Zeugen berichteten.

In dem Ort Aung Ban in im Landesinneren Myanmars kollabierte ein Hotel, viele Menschen sollen dort eingeschlossen sein, wie Rettungsteams in sozialen Medien berichteten.

Legende: Rettungskräfte arbeiten an der Stelle eines eingestürzten Gebäudes, nachdem das Erdbeben Zentral-Myanmar erschüttert hatte. Das Beben ereignete sich etwa 50 Kilometer östlich von Monywa in der Landesmitte. Reuters / Ann Wang

In sozialen Medien waren einstürzende Gebäude in Mandalay zu sehen und auf den Strassen liegende Trümmer. Ein Augenzeuge aus Mandalay sagte: «Wir sind alle aus dem Haus gerannt, als alles zu beben begann. Ich habe gesehen, wie ein fünfstöckiges Gebäude eingestürzt ist. Alle Menschen in meiner Stadt sind auf der Strasse, und niemand traut sich, in die Gebäude zurückzukehren.»

Sofort waren auch Helfende im Einsatz, die die Menschen anleiteten, sich unter freien Himmel zu begeben und die Gebäude zu verlassen. Aus den Spitälern wurden Patienten auf die Strassen gebracht. In vielen Wohnanlagen liess das Beben die Schwimmbecken überschwappen.

Erdbeben trifft auch China

Das heftige Erdbeben in Südostasien hat auch Teile Chinas getroffen. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina deutlich zu spüren. Betroffen waren unter anderem die Grossstadt Kunming oder die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali. 

Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten.

Ein Video auf der chinesischen Online-Plattform Weibo, Chinas Pendant zur Plattform X, zeigte Trümmerteile auf einer Strasse in Ruili und Schäden an einem Hausdach. Auch in den chinesischen Provinzen Guizhou und Guangxi waren die Erdstösse zu spüren.

Aus Vietnam, wo etwa in der Hauptstadt Hanoi die Erde bebte, wurden zunächst keine Schäden bekannt.

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