Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat mehrere südostasiatische Länder erschüttert. In der thailändischen Hauptstadt Bangkok brach ein im Bau befindliches Hochhaus zusammen, Dutzende Arbeiter sollen verschüttet worden sein.
In Südostasien hat es ein schweres Erdbeben gegeben. Laut dem deutschen Helmholtz-Zentrum für Geoforschung hatte es eine Stärke von 7,7 und erschütterte unter anderem die thailändische Hauptstadt Bangkok. Auch die US-Erdbebenwarte (USGS) sprach von einer Stärke von 7,7. Das Epizentrum des Bebens lag demnach 16 Kilometer nordwestlich der myanmarischen Stadt Sagaing in einer Tiefe von zehn Kilometern. Ein zweites Beben zwölf Minuten später soll die Stärke 6,4 gehabt haben.
Notstand in Bangkok, Hochhaus bricht zusammen
Stark erschüttert wurde unter anderem auch die thailändische Hauptstadt Bangkok. Die Regierung rief für die Metropole den Notstand aus. Die thailändische Regierungschefin Paetongtarn Shinawatra brach eine Reise ab, um eine Dringlichkeitssitzung abzuhalten, wie sie bei X bekannt gab.
Nach Angaben der örtlichen Polizei brach ein im Bau befindliches Hochhaus in sich zusammen, Rettungskräfte sprechen von 43 eingeschlossenen Bauarbeitern. In sozialen Medien kursierte ein Video, das zeigte, wie das mehrstöckige Gebäude samt Kran in sich zusammenfiel und dabei eine Staubwolke aufgewirbelt wurde. Menschen schrien auf und rannten in Panik davon.
Im Großraum Bangkok leben mehr als 17 Millionen Menschen, viele von ihnen wohnen in Hochhäusern. In der Metropole wurden Geschäfte evakuiert, zahlreiche Menschen flohen in Panik aus ihren Häusern. Sie verharrten noch Minuten nach dem Beben auf den Straßen.
Erschütterungen auch in China
Auch aus Myanmar, wo ein Bürgerkrieg tobt, gibt es noch keine konkreten Angaben zu Opfern. In dem Ort Aung Ban im Landesinneren kollabierte offenbar ein Hotel, viele Menschen sollen dort eingeschlossen sein, wie Rettungsteams in sozialen Medien berichteten. Das Beben ereignete sich etwa 50 Kilometer östlich von Monywa in der Landesmitte. In der östlich davon gelegenen Stadt Mandalay, der zweitgrößten Stadt Myanmars, stürzten Medienberichten zufolge Gebäude ein, in Sagaing brach eine alte Brücke ein.
Erdbeben sind in Myanmar relativ häufig. Laut USGS ereigneten sich zwischen 1930 und 1956 sechs starke Beben mit einer Stärke von mindestens 7,0 in der Nähe der sogenannten Sagaing-Verwerfung, die sich vom Norden in den Süden durch das Land zieht.
Die chinesische Erdbebenbehörde gab die Stärke des Bebens mit 7,9 an und erklärte, dass es in der südlichen Provinz Yunnan Erschütterungen gegeben habe. Betroffen waren Medien zufolge unter anderem die Großstadt Kunming oder die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali. Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten.
Max Seib, NDR, tagesschau, 28.03.2025 08:52 UhrHaftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke