- Nordkorea soll weitere Soldaten nach Russland geschickt haben
- Macron: Europäische Truppen könnten Städte in Ukraine sichern
- EU importiert mehr russisches Gas trotz laufendem Krieg
- Russland greift Charkiw mit Drohnen an
- Nachrichten und Podcasts zum Ukraine-Krieg
05:38 Uhr | Südkorea: Nordkorea schickt weitere 3.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands
Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs erneut Soldaten zur Unterstützung Russlands in den Ukraine-Krieg entsandt. Laut dem Generalstab in Seoul wurden im Januar und Februar rund 3.000 weitere nordkoreanische Soldaten nach Russland verlegt. Das meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise.
Der südkoreanische Geheimdienst geht davon aus, dass Nordkorea bislang rund 4.000 Verluste erlitten hat – ob es sich dabei nur um Tote oder auch um Verwundete handelt, ist unklar. Als möglicher Grund für die neue Truppenverlegung gilt die Notwendigkeit, diese Verluste zu kompensieren.
Bereits im vergangenen Herbst hatte Nordkorea demnach etwa 11.000 Soldaten in die russische Grenzregion Kursk entsandt. Sie sollen russische Truppen dabei unterstützen, Gebiete zurückzuerobern, die im Zuge einer ukrainischen Gegenoffensive unter Kiews Kontrolle geraten waren. (Quellen: dpa, AFP)
04:17 Uhr | Selenskyj fordert stärkere US-Haltung gegenüber Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA und andere westliche Partner dazu aufgerufen, gegenüber Russland nicht nachzugeben. In einem Interview mit europäischen Journalisten in Paris kritisierte er, dass kremlfreundliche Signale aus Washington den internationalen Druck auf Moskau abschwächen. Russland stelle mittlerweile sogar Bedingungen für die Lockerung von Sanktionen, um im Gegenzug einem Abkommen im Schwarzen Meer zuzustimmen.
Selenskyj erklärte, er sei bereit, die Gespräche über eine Waffenruhe fortzusetzen - vor allem, um die US-Militärhilfe und den Austausch sicherheitsrelevanter Informationen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig warnte er vor Russlands Taktik, durch zusätzliche Forderungen Zeit zu gewinnen und den Westen zu spalten. (Quelle: Reuters)
03:34 Uhr | Macron: Europäische Truppen sollen Russland abschrecken
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich für eine mögliche Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine ausgesprochen - nicht für den Fronteinsatz, sondern zur Absicherung wichtiger Städte und strategischer Punkte. Ziel sei es, Russland von neuen Angriffen abzuhalten, sagte Macron nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris. Im Falle einer erneuten großangelegten Offensive könnten diese Kräfte reagieren, betonte Macron. Zugleich kündigte er weitere französische Militärhilfen im Umfang von zwei Milliarden Euro an - darunter Raketen, Drohnen, Panzer und Munition.
Heute beraten in Paris Vertreter aus 31 Staaten in der sogenannten "Koalition der Willigen" über Sicherheitsgarantien für eine mögliche Waffenruhe. Laut Macron könnte eine spätere UN-Friedenstruppe zur Überwachung eines Friedensdeals infrage kommen. (Quelle: dpa)
02:27 Uhr | Mehr russisches Gas trotz Krieg in der EU
Trotz des anhaltenden Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die EU 2024 rund 18 Prozent mehr Gas aus Russland importiert als im Vorjahr. Das geht aus einem Bericht der Denkfabrik Ember hervor. Berücksichtigt wurden sowohl Pipeline-Gas als auch Flüssigerdgas (LNG). Besonders Italien, Frankreich und Tschechien erhöhten demnach ihre Importe. Dabei sei die Nachfrage in der EU insgesamt nicht gestiegen - im Gegenteil: Die Gaspreise zogen stark an, während gleichzeitig ungenutzte LNG-Kapazitäten zunahmen.
Offiziell will die EU bis 2027 unabhängig von russischem Gas werden, ein rechtlich bindender Plan liegt aber nicht vor. (Quelle: dpa)
01:05 Uhr | Mehrere Verletzte bei russischem Drohnenangriff auf Charkiw
Bei einem schweren russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Region Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen verletzt worden, darunter auch Kinder. Acht Menschen wurden in der Stadt Charkiw verletzt, sieben weitere in der Ortschaft Solotschiw, wie der Militärgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mitteilte. Die Zahl der Verletzten könne noch steigen.
Laut Bürgermeister Igor Terechow wurde Charkiw von mindestens zwölf Drohnen getroffen. Rettungsdienste berichteten von vier Bränden im Stadtzentrum und schweren Schäden an mehreren Hochhäusern sowie an ziviler Infrastruktur. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein Video, das eine Explosion neben einem Fußballplatz zeigt, auf dem Kinder spielten. Er sprach von einem gezielten Angriff auf zivile Bereiche. (Quellen: dpa, Reuters)
00:00 Uhr | Ukraine-News von Donnerstag, 27. März 2025
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. All das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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