US-Truppen üben in Litauen an der NATO-Ostflanke. Anschließend werden vier Soldaten vermisst und fieberhaft gesucht. NATO-Generalsekretär Rutte sorgte mit einer Äußerung zum Schicksal der Vermissten für Verwirrung.

In Litauen werden vier US-Soldaten nach einer Übung vermisst. Wie die US-Botschaft in dem EU- und NATO-Land mitteilte, befanden sie sich zuletzt in Pabrade im Osten des Landes nahe der Grenze zu Belarus. Es handle sich um Angehörige der 1. Brigade der 3. Infanteriedivision, schrieb die Botschaft auf dem Kurznachrichtendienst X. Wann sie verschwanden, wurde nicht gesagt.

Nach Angaben der europäischen Kommandozentrale der US-Armee in Wiesbaden gehörten die Soldaten einer Infanteriebrigade an und führten zum Zeitpunkt ihres Verschwindens ein geplantes taktisches Training durch.

Kettenfahrzeug soll ins Wasser gefahren sein

Die litauischen Streitkräfte erklärten, ihnen sei mitgeteilt worden, dass seit Dienstag neben vier US-Soldaten auch ein Kettenfahrzeug verschwunden sei. Eine Such- und Rettungsaktion sei in Gang, hieß es in einer Erklärung.

Ein Vertreter der US-Regierung, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die vier Soldaten an einem Trainingsunfall beteiligt gewesen seien. Ein gepanzertes Fahrzeug sei in einem Gewässer gefunden worden. Auch litauische Medien berichteten, die Soldaten seien mit dem Kettenfahrzeug in ein Gewässer geraten. Offiziell bestätigt wurden diese Angaben bisher nicht.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb auf der Plattform X, die vier Soldaten würden vermisst. Man werde nicht ruhen, bis sie gefunden seien. Die USA verlegen seit 2014 im Rotationsverfahren Einheiten für Manöver nach Litauen und an die NATO-Ostgrenze. Nach litauischen Angaben ist gegenwärtig ein US-Bataillon in Pabrade stationiert.

Rutte sorgt für Verwirrung

NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte während eines Besuchs in der polnischen Hauptstadt Warschau, er sei in Gedanken bei den Familien. Er kenne die Details noch nicht, sagte Rutte, der zunächst davon ausgegangen war, dass die vier Soldaten ums Leben gekommen sind.

Man bedaure die Verwirrung, die die Äußerungen von Rutte gestiftet hätten, teilte die NATO kurz darauf auf X mit. "Er bezog sich auf neue Nachrichtenberichte und bestätigte nicht das Schicksal der Vermissten, das noch unbekannt ist", hieß es in der Erklärung.

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