Noch sind 5K-Monitore überwiegen ein teurer Spaß. Welche es gibt, für wen sich die hochauflösenden Displays lohnen und was Sie beachten sollten, verrät der Vergleich. 

Im Jahr 2014 brachte Apple mit seinem 5K-iMac eines der ersten erschwinglichen 5K-Displays auf den Markt und das für circa 2100 Euro in der kleinsten Version. Rückblickend ein guter Preis, bedenkt man, dass der iMac ein vollwertiger Rechner ist. Da liegt die Vermutung nahe, dass 5K-Displays neun Jahre später den Massenmarkt erobert hätten. Dem ist aber nicht so und das hat hauptsächlich zwei Gründe: Erstens ist ihr Preis für die meisten Verbraucher noch immer zu hoch. Zwischen 800 und 1.500 Euro kosten 5K-Monitore im Anfang 2025. Und zweitens können die meisten Menschen mit der hohen Auflösung wenig bis gar nichts anfangen.

Gamer beispielsweise brauchen eine enorm starke Grafikkarte wie die Nvidia RTX 4090, um genug Bilder in der Sekunde auf den Bildschirm in 5K-Auflösung zu berechnen. Und für normale Büroarbeiten stehen die 5K-Monitore in einem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis, weil die meisten Nutzer das Bild hoch skalieren müssen, um Schriften und Icons zu vergrößern. Da greift man besser direkt zu niedrigeren Auflösungen und spart viel Geld. Lediglich Foto- und Videograf:innen profitieren von den hochauflösenden Monitoren, weil sie dank der hohen Pixeldichte unter anderem besonders gut in Bilder zoomen können, um sie zu bearbeiten.

5K-Monitor-Vergleich

Auch wenn die Zielgruppe professioneller Bildbearbeiter:innen und Edelgamer:innen eher klein ist, haben wir uns aktuelle 5K-Monitore angeschaut und miteinander verglichen. Immerhin gibt es inzwischen eine Handvoll verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenster Ausstattung. Der Vergleich findet unter den Aspekten der Größe, der Pixeldichte, der Helligkeit, den Anschlussmöglichkeiten, der Farbraumabdeckung, der Bildwiederholrate, der Reaktionszeit, dem Standfuß und natürlich dem Preis statt.

  • Größe: Wird in Zoll (Bildschirmdiagonale) angegeben und reicht bei den 5K-Monitoren im Vergleich von 27 bis 49 Zoll
  • Pixeldichte: Wird in Pixel per inch (Pixel pro Zoll) angegeben und verrät, wie viele Pixel pro Zoll der Monitor bietet. Hier gilt, je mehr, desto besser, aber auch je mehr, desto kleiner werden Schriften, Icons und Fenster angezeigt. Bei zu hoher Pixeldichte müssen Nutzer das Bild hoch skalieren, um es zu vergrößern
  • Helligkeit: Wird in Nits (Candela pro Quadratmeter) angegeben und beschreibt die konstante Leuchtdichte.
  • HDR: Bedeutet "High Dynamic Range" und ist eine Spezifikation für den Monitor, die Auskunft über das Kontrastverhältnis, Farben und die maximale Helligkeit gibt. HDR 10 sagt aus, dass es sich um einen High-Dynamic-Range-Monitor mit 10Bit-Farbpanel handelt. HDR 400 sagt aus, dass der Monitor die "High-Dynamic-Range" mit 10Bit-Farbpanel kurzeitig bei maximal 400 Nits Helligkeit bietet. 
  • Reaktionszeit: Sagt aus, wie schnell die einzelnen Pixel des Monitors ihre Farbe wechseln können. Ist nur für Gamer wichtig.
  • Bildwiederholrate: Beschreibt, wie viele Bilder in der Sekunde der Monitor darstellen kann. Fast nur für Gamer interessant.
  • Paneltyp: Die Bauweise des Monitors. 5K-Monitore gibt es mit VA- (Vertical Alignment) und IPS-Panel (In-Plane-Switching). Mehr zu den Unterschieden finden Sie hier.
  • Anschlüsse: Die Verbindungsmöglichkeiten zwischen Monitor und Computer
  • Farbraumabdeckung: Für Foto- und Videograf:innen interessant. Beschreibt, wie gut der Monitor einen bestimmten Farbraum abdeckt. Wichtig, damit die bearbeiteten Bilder ausgedruckt oder auf dem Fernseher auch so aussehen, wie sie am Bildschirm bearbeitet wurden.
  • Kontrastverhältnis: Ist der Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß. 
  • Standfuß: Ist wichtig, um den Monitor in der Höhe zu verstellen, um eine ergonomische Sitzposition zu ermöglichen. 

Philips 45B1U6900CH-00

Größe: 44,5 Zoll (113 cm), 32:9
Pixeldichte: 120 ppi, 5120 x 1440 Pixel
Helligkeit: 450 cd/m²
Display HDR: HDR 400
Reaktionszeit: 4 ms (Grey-to-Grey)
Bildwiederholrate: 75 Hz
Paneltyp: VA
Anschlüsse: 2x HDMI, DisplayPort, 2x USB-C (mit Power Delivery bis zu 100W), RJ-45 Ethernet
Farbraumabdeckung: 123% sRGB, 107% NTSC
Kontrastverhältnis: 3000:1 (statisch)
Standfuß: Höhenverstellbar, schwenkbar, neigbar

Los geht es mit einem 5K-Display fürs Büro und zwar dem dem Philips 45B1U6900CH-00. Er erstreckt sich über ganze 44,5 Zoll, also 113 Zentimetern (cm) in der Diagonale. Weil es fast unmöglich ist, auf ein solch riesiges Display zu schauen, ist die Bildfläche geschwungen, um das Sichtfeld zu verkleinern. Bei der Bildwiederholrate setzt der Hersteller auf 75 Hertz (Hz). Das reicht fürs Office, dürfte Gamern aber zu wenig sein. Gleiches gilt für seine Reaktionszeit von 4 Millisekunden (ms).

Was seine Auflösung anbelangt, beträgt diese 5120 x 1440 Pixel. Das ergibt eine Pixeldichte von 120 Pixel pro Zoll (ppi). Überragend sind seine Anschlussmöglichkeiten. Der Monitor verfügt über zwei HDMI- und zwei USB-C-Buchsen von der eine Power Delivery bis 100 Watt bietet. Daran können Sie also einen Laptop aufladen. Ebenfalls an Bord ist ein Ethernetanschluss und ein KVM-Switch. 

Dabei handelt es sich um einen Schalter, mit dem Sie zwei Computer mit Maus und Tastatur versorgen können, indem Sie die Peripherie mit dem Monitor verbinden und den Monitor mit dem jeweiligen Computer. Bei der Helligkeit liegt der Monitor mir 450 Nits im Mittelfeld und bietet Display HDR 400.

ASUS ProArt PA27JCV

Größe: 27 Zoll (68,58 cm), 16:9
Pixeldichte: 218 ppi, 5120 x 2880 Pixel
Helligkeit: 500 cd/m²
Display HDR: HDR 500
Reaktionszeit: 5 ms
Bildwiederholrate: 60 Hz
Paneltyp: IPS
Anschlüsse:  1x DisplayPort 1.4, 1x HDMI 2.1, 2x USB-C
Farbraumabdeckung: 99% DCI-P3
Kontrastverhältnis: 1500:1
Standfuß: Höhenverstellbar, Neigung, Drehung, Pivot

Die beiden folgenden Bildschirme im Vergleich sind der Asus Pro ART PA27JCV und das Apple Studio Display. Der Grund sie zusammen vorzustellen, ist deren verblüffende Ähnlichkeit: Beide sind 27 Zoll groß, lösen mit 5120 x 2880 Pixeln auf, bieten also dieselbe Pixeldichte von 218 ppi, beide sind IPS-Panel, aber sie unterscheiden sich bei den Verbindungsmöglichkeiten. Der ProArt von Asus bietet eine DisplayPort- eine HDMI- und zwei USB-C-Buchsen. Dagegen hat das Apple Studio Display nur eine Thunderbolt-3- und drei USB-C-Buchsen.  Beide Monitore sind IPS-Panel mit 60 Hz Bildwiederholrate und beide decken den DCI-P3-Farbraum zu 99 Prozent ab. Weitere Unterschiede liegen im Detail begraben: Asus selbst gibt die Reaktionszeit seines Monitors mit 5 ms an, Apple behält diesen Wert für sich. Außerdem ist die Helligkeit des Asus-Monitors mit 500 cd/m² genau 100 Nits dunkler als die des Apple Studio Display.

Apple Studio Display 

Größe: 27 Zoll (68,58 cm), 16:9
Pixeldichte: 218 ppi,  5120 x 2880 Pixel 
Helligkeit: 600 cd/m²
Display HDR: nein
Reaktionszeit: keine Angabe
Bildwiederholrate: 60 Hz
Paneltyp: IPS
Anschlüsse: 1x Thunderbolt 3, 3x USB-C
Farbraumabdeckung: 99% DCI-P3
Kontrastverhältnis: 1200:1
Standfuß: Neigungsverstellbarer Standfuß

Was das Apple Studio Display sonst noch vom LG-Monitor unterscheidet, sind drei Dinge: Erstens bietet es gleich sechs Lautsprecher. Das ist für Monitore eine ganze Menge und wie von Apple gewohnt bieten diese Lautsprecher auch einen ordentlichen Sound. Der LG-Monitor bietet hingegen zwei 10-Watt-Boxen. Was der LG-Monitor allerdings überhaupt nicht hat, ist das Mikrofon, welches Apple seinem Studio-Display spendiert. Laut Hersteller soll es sich dabei um ein Mikrofon in "Studioqualität" handeln.

Ein Mikro ergibt ohne Webcam nur wenig Sinn. Die löst beim Apple-Monitor mit 12 Megapixeln auch erfreulich scharf auf. Knapp 200 Euro kostet das Studio-Display dafür auch mehr. Ob sich diese Investition dann wirklich lohnt, ist fraglich. Für Nutzer eines Mac-Mini ist der Bildschirm natürlich ideal. Für alle, die an Laptop oder MacBook arbeiten, sind Lautsprecher, Webcam und Mikro obsolet, da die mobilen Computer sie integriert haben.

Samsung ViewFinity S9 S27C902PAU

Größe: 27 Zoll (68,6 cm), 16:9
Pixeldichte: 218 ppi, 5120 x 2880 Pixel
Helligkeit: 600 cd/m²
Display HDR: HDR 600
Reaktionszeit: 5 ms
Bildwiederholrate: 60 Hz
Paneltyp: IPS
Anschlüsse: 1x Thunderbolt 4 (90W Power Delivery), 1x Mini DisplayPort, 1x HDMI 3x USB-C, Kopfhörerausgang
Farbraumabdeckung: 99% DCI-P3
Kontrastverhältnis: 1000:1
Standfuß: Höhenverstellbar, schwenkbar, neigbar

Der Samsung ViewFinity S9 S27C902PAU ist ein weiterer Office-Monitor des Vergleichs. Er unterbietet ebenfalls die magische 1.000-Euro-Marke. Dafür erhalten Käufer einen 27-Zöller mit einer Pixeldichte von 218 ppi (5120 x 2160 Pixel). Seine Reaktionszeit ist mit 5 ms genügsam, weshalb der Monitor nichts für Gamer ist. Gleiches gilt für die Bildwiederholrate von 60 Hz. Schön sind dagegen die zahlreichen Anschlüsse: Am Monitor befindet sich ein Thunderbolt-4-Eingang, jeweils eine HDMI- und eine Mini DisplayPort-Buchse sowie drei USB-C-Verbindungen. Und klar, einen Klinkenstecker für Audiogeräte bietet der Samsung-Monitor ebenfalls. Dank seiner Farbraumabdeckung von 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums eignet sich der Monitor nicht nur fürs Büro sondern auch für Content-Creatoren, die Fotos oder Bilder bearbeiten. Schön: Mit 600 Nits ist der Monitor genauso hell wie das Apple Studio Display. 

5K-Monitor: Dell UltraSharp U4025QW

Größe: 39,7 Zoll (100,86 cm), 21:9
Pixeldichte: 140 ppi, 5120 x 2160 Pixel
Helligkeit: 450 cd/m²
Display HDR: HDR 600
Reaktionszeit: 5 ms
Bildwiederholrate: 120 Hz
Paneltyp: IPS
Anschlüsse: 1x HDMI, 1x DisplayPort, 2x Thunderbolt 4 (einer mit 140 Watt PowerDelivery), 3x USB-A 3.2 Gen 2, 2 USB-C, Ethernet-Port, Köpfhörerausgang, KVM-Switch
Farbraumabdeckung: DCI-P3 99%
Kontrastverhältnis: 1000:1
Standfuß: Höhenverstellbar, schwenkbar, neigbar

Über 39,7 Zoll (100,86 cm) erstreckt sich der Dell UltraSharp U4025QW.  Der Monitor eignet sich vor allem für die Bild- oder Videobearbeitung. Das liegt vor allem an seiner etwas akkurateren Farbdarstellung. 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums deckt der Dell-Monitor laut Hersteller ab.

Als Verbindungsmöglichkeiten bietet er zwei HDMI-, eine DisplayPort-, zwei Thunderbolt-4, zwei USB-C- und drei USB-A-Buchsen. Perfekt also, um Maus, Tastatur und externes Speichermedium an den Bildschirm zu hängen und den Laptop per Thunderbolt mit ihm zu verbinden. Besonders macht den Monitor sein Ethernet-Port. Darüber verbinden Sie den Bildschirm per Kabel mit Ihrem Router. Der Bildschirm gibt die Internetdaten dann per Thunderbolt oder USB-C an den Laptop weiter. Ideal für alle Menschen, die im Homeoffice keine Lust auf WLAN-Probleme haben.

Schön ist auch sein integrierter KVM-Switch, wenn Sie an mehreren PCs arbeiten. Verbinden Sie einfach Maus und Tastatur mit dem Dell-Monitor und zwei Computer mit dem Bildschirm. Je nachdem, an welchem PC Sie arbeiten wollen, können Sie dann am Monitor hin und her wechseln, ohne Maus und Tastatur immer wieder neu mit dem jeweiligen Rechner zu verbinden. Für Zocker eignet sich der Dell-Ultrasharp-Monitor aber nicht. Dafür ist seine Reaktionszeit mit 8 ms zu langsam. Und auch die Bildwiederholrate von 60 Hz dürfte Gamer kaum glücklich machen.

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