"Das könnte eine Eule sein", stellt Horst Lichter messerscharf fest, als er das Objekt auf dem Expertentisch von "Bares für Rares“ erblickt. Mitgebracht hat das Vieh Joachim Beckers. Der 62 Jahre alte Chemiker aus Chemnitz verrät auch gleich, wer der Urheber ist: "Das ist 'ne Eule von Picasso."
Das bestätigt Colmar Schulte-Goltz, der auch erklärt, wie der berühmte Künstler zu der Beschäftigung mit dem Tier gekommen ist: 1946 flog eine Eule in sein Haus in dem südfranzösischen Ort Vallauris. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Werke, darunter auch dieser Eulenkrug, den der Experte auf das Jahr 1969 datiert. Die Edition ist limitiert auf 250 Exemplare.
"Bares für Rares": David Suppes lässt den anderen den Vortritt
Seinen Preiswunsch beziffert der Verkäufer mit der Spanne von 15.000 bis 25.000 Euro. Da geht Schulte-Goltz im Großen und Ganzen mit: Sein Schätzwert beläuft sich auf 15.000 bis 18.000 Euro.
Als David Suppes das Objekt im Händlerraum begutachtet, verrät er, dass Eulen seine "absoluten Lieblingstiere" sind. Kollegin Sarah Schreiber will ihm das nicht glauben - sie hält das offenbar für eine Verhandlungstaktik. Doch Suppes liefert den Beweis: Er streift sein Jackett ab und zieht am Oberarm sein T-Shirt hoch: Zu sehen ist das Tattoo einer Eule.
Damit hat er sein Interesse an dem Kunstwerk klar bekundet. Bei der anschließenden Versteigerung überlässt der 36-Jährige allerdings erst einmal seinen Kollegen den Vortritt. Wolfgang Pauritsch eröffnet den Bieterreigen mit einem Stargebot von 2000 Euro, zunächst geht es nur in kleinen Schritten voran. Erst beim Stand 5500 Euro steigt Suppes mit ins Rennen ein.
Von Horz bis Heide: Das sind die Experten von "Bares für Rares"

Bei 13.000 Euro hat er alle seine Mitbewerber ausgestochen – doch Joachim Beckers will für diese Summe nicht verkaufen. In einem zähen ringen einigen sich die beiden schließlich auf einen Preis von 13.800 Euro. Für diese Summe schlägt David Suppes ein.
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