Hollywood-Schauspieler Val Kilmer ist tot. Der aus Filmen wie „Top Gun“, „Heat“ und „Batman Forever“ bekannte US-Darsteller starb im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung, wie seine Tochter Mercedes Kilmer mitteilte.
Im Jahr 1981 war Kilmer mit 17 Jahren der jüngste Schauspielstudent, der jemals an der renommierten Juilliard School zugelassen wurde. Der Schauspieler hatte sein Leinwanddebüt 1984 in der Filmkomödie „Top Secret!“ gegeben. Zwei Jahre später spielte er an der Seite von Tom Cruise im höchst erfolgreichen Piloten-Actionfilm „Top Gun“ mit. Seinen Höhepunkt erreichte der Schauspieler in den 1990er-Jahren mit den Filmen „The Doors“ (1991), „True Romance“ (1993), „Batman Forever“ (1995) und „Heat“ (1995).
Später erlitt der Schauspieler einen Karriereknick und trat eher in Low-Budget-Produktionen auf. 2014 erkrankte er nach Angaben seiner Tochter an Kehlkopfkrebs, konnte aber geheilt werden. 2022 hatte er in „Top Gun: Maverick“ einen Gastauftritt.
Val Kilmer: „Ich leugne nichts davon und bereue nichts“
Kilmer war ein Anhänger des Method Acting. Als er Doc Holliday in „Tombstone“ spielte, füllte er sein Bett in der Schlussszene mit Eis, um das Gefühl des Sterbens an Tuberkulose zu imitieren. Für seine Rolle des „Doors“-Sängers Jim Morrison trug er ständig Hosen aus Leder, bat seine Mitspieler und die Crew, ihn nur Jim Morrison zu nennen und hörte ein Jahr lang The Doors. Diese Intensität brachte Kilmer den Ruf ein, dass es schwierig sei, mit ihm zu arbeiten, was er später zähneknirschend zugab. Er verteidigte sich aber stets, dass die Kunst eben über kommerziellen Aspekten stehe.
„Ich habe mich schlecht verhalten. Ich habe mich mutig verhalten. Ich habe mich manchen gegenüber bizarr verhalten. Ich leugne nichts davon und bereue nichts, denn ich habe Teile von mir verloren und wiedergefunden, von denen ich nie wusste, dass sie existieren“, sagte Kilmer am Ende der Dokumentation „Val“ (2021) über sein Leben. „Und ich bin gesegnet.“
Kilmer veröffentlichte zwei Gedichtbände (darunter „My Edens After Burns“) und wurde 2012 für das Spoken-Word-Album „The Mark of Zorro“ für einen Grammy nominiert. Wesley, Kilmers jüngerer Bruder, starb mit 15 Jahren, nachdem er im Whirlpool der Familie einen epileptischen Anfall erlitten hatte.
Kilmer war von 1989 bis 1996 mit Schauspielerin Joanne Whalley verheiratet. Er hat zwei Kinder, Mercedes und Jack.
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