Er verkörperte Batman und düste an der Seite von Tom Cruise mit einem Kampfjet umher: Val Kilmer ist tot. Fans und Filmwelt trauern um einen großen Schauspieler.

Val Kilmer ist am Dienstag in Los Angeles an einer Lungenentzündung gestorben, berichtet die New York Times unter Berufung auf seine Tochter Mercedes Kilmer. Der Hollywood-Schauspieler und Rockstar wurde 65 Jahre alt.

Val Kilmer eroberte Hollywood in den 1980er Jahren rasant. Seine Karriere begann an der renommierten Juilliard School in New York City, wo er als einer der jüngsten Studenten aufgenommen wurde. Sein Filmdebüt gab er in der Slapstick-Parodie auf den Kalten Krieg "Top Secret!" (1984). Darin übernahm er die Hauptrolle eines amerikanischen Sängers in Berlin, der unwissentlich in ein ostdeutsches Komplott zur Wiedervereinigung des Landes verwickelt wurde.

Val Kilmer erkrankte 2014 an Krebs

Berühmt wurde er 1986 durch seine Rolle in dem Film "Top Gun". Kilmer verkörperter darin den Kampfpiloten Iceman – Konkurrent von Pete Maverick, gespielt von Tom Cruise. In der über 30 Jahre später gedrehten Fortsetzung werden die beiden Kontrahenten Kumpels. Die Figur Iceman ist an Krebs erkrankt, hat ihre Stimme verloren und kann seitdem nur noch mithilfe eines Computers kommunizieren.

Top Gun: Maverick Tom Cruise und die Sekte: Deshalb ist sein Blockbuster das perfekte Marketing für Scientology

Ein ähnliches Schicksal erlitt Kilmer auch in seinem echten Leben: 2014 diagnostizierten die Ärzte bei ihm einen Kehlkopfkrebs. Kilmer musste sich einer Chemotherapie und einem Luftröhrenschnitt unterziehen. Den Krebs habe er überwunden, er vermisse aber seine alte Stimme, sagte der Schauspieler 2020 in einem TV-Interview. Eine Software-Firma versuchte seine Stimme mithilfe künstlicher Intelligenz wiederherzustellen.

Seinem jüngeren Publikum dürfte Kilmer vor allem durch seine Rolle als Batman bekannt sein. Seinen Tod betrauern Fans in den sozialen Medien. Im Onlinedienst X kursieren zahlreiche Posts mit Fotos des Hollywood-Stars in seinen größten Filmrollen.

Von diesen Prominenten mussten wir uns in diesem Jahr schon verabschieden

Wayne Osmond Der mit der Familien-Band The Osmonds berühmt gewordene US-Musiker starb am 1. Januar nach Komplikationen durch einen Schlaganfall im Alter von 73 Jahren. Wayne Osmond hatte in den 1950er Jahren begonnen, gemeinsam mit mehreren Brüdern als Band aufzutreten. In wechselnden Besetzungen wurden die Osmonds schließlich weltweit erfolgreich – unter anderem mit dem Song "Crazy Horses" © Isaac Brekken / DPA
Zurück Weiter

Kilmer: "Ich bedauere nichts"

Kilmer galt als Schauspieler mit außergewöhnlicher Begabung, der auch in Nebenrollen von sich reden machte. Seine Karriere verlief steil, aber sprunghaft. Immer wieder zog sich der Schauspieler aus dem Filmgeschäft zurück, verkörperte Nebenrollen oder stand für zahlreiche Fernsehproduktionen vor der Kamera. In einem Interview mit dem Hollywood Reporter 2012 räumte er eine ungewöhnliche Karriere ein. Aber er habe andere Interessen gehabt, beispielsweise seine Kinder Mercedes und Jack. "Ich bedauere nichts", sagte der Schauspieler damals.

Kilmer war nur einmal verheiratet, hatte aber wohl zahlreiche Promi-Liebschaften, wie er in seinen Memoiren (2020) "I’m Your Huckleberry" schreibt – unter ihnen auch Kolleginnen wie Cher, Michelle Pfeiffer, Daryl Hannah und Ellen Barkin.

cl
  • Val Kilmer
  • Tom Cruise
  • Batman
  • Los Angeles
  • Hollywood-Schauspieler

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke