Im schwedischen Malmö sorgten winzige Geschäfte für Aufsehen. Nun ist das Geheimnis gelüftet: Ein Künstlerduo steckt dahinter, doch die Reise der Miniaturwelt endet – vorerst.
Ein Café, eine Buchhandlung, eine Spielhalle, eine Videothek und sogar ein Jahrmarkt: In der schwedischen Stadt Malmö tauchten über Nacht immer wieder kleine Ladenzeilen und Häuschen auf – alle gerade einmal so groß, dass eine Maus hineinpasst. An den Fassädchen der kleinen Lädchen und Lokale war meist ein kleines Graffito, das eine Micky Maus mit Guy-Fawkes-Maske darstellen soll. Eine Anspielung auf das Hackerkollektiv Anonymous.
Erstmals tauchten im Dezember 2016 zwei kleine Mäuseläden an Häuserwänden in Malmö auf. Das "Noix De Vie", zu Deutsch "Nüsse des Lebens", und daneben ein italienischer Käseladen. Was sonst. In den folgenden Jahren kamen weitere Maus-Überraschungen dazu. Auch ein Jahrmarkt, eine Zeitungsredaktion und ein kleines Hafenviertel tauchten in der 370.000-Einwohner-Stadt auf.
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von Jochen Siemens
Mäuse-Häuser in Malmö: Diese Künstler stecken dahinter
Wenn neue Mäusemodelle auftauchten, wurden sie schnell zum Blickfang für die Einwohner Malmös – und zum beliebten Fotomotiv. Vor allem für kleine Kinder waren sie ein Highlight. Doch bei jedem neuen Mäusehäuschen stellte sich die Frage: Wer steckt dahinter?
Nach mehr als acht Jahren gibt es darauf nun eine Antwort: ein Künstlerduo namens "Anonymouse". Dahinter verbergen sich Elin Westerholm und Lupus Nensén, die sonst mit Grafiken und Requisiten für Filme und Fernsehserien arbeiten, wie sie der Zeitung "Sydsvenskan" verrieten. Auf Instagram "outeten" sich die beiden Bastler – und damit war das Rätsel um die süßen, aber mysteriösen Mäuseläden gelöst.
Doch mit des Rätsels Lösung kam auch der Wermutstropfen. Westerholm und Nensén wollen mit den Mäusehäusern aufhören. "Liebe Freunde, es ist Zeit für diese beiden Nager, in den Sonnenuntergang zu reiten", schrieben sie vergangene Woche auf Instagram und bedankten sich bei Entwicklern, Mitwirkenden – und ihren zahlreichen Fans.
Ein endgültiger Schlussstrich ist die Botschaft aber offenbar nicht. Beide Modellbauer raten, die Augen offenzuhalten. Es könnte eines Tages vielleicht ein neues kleines Bistro auftauchen.
Bis dahin können Sie sich in der Fotostrecke oben einige der bisherigen Mäusehäuschen anschauen.
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