Die Hirsche stammen von einer Haushaltsauflösung und sollen nun bei "Bares für Rares" veräußert werden. Im Händlerraum gibt es allerdings ein Problem.

"Schon cool", findet Manfred Post aus Augustfehn in Niedersachsen die Hirsche, die er vor zehn Jahren bei einer Haushaltsauflösung erworben hat. Die müssen allerdings zur Einrichtung passen, und da er die nicht hat, möchte er die Plastik nun bei "Bares für Rares" versteigern lassen. Zur Verstärkung hat er seinen besten Freund Hartmut Hinrichs mitgebracht. 

Allerdings hat Post ein wenig an dem Kunstwerk rumgewerkelt. Weil die alten Schrauben, mit denen die Hirsche auf dem Boden befestigt sind, locker waren, hat er sie erneuert. "Ich glaube das war nicht so schlau", sagt der Niedersachse selbstkritisch. 

"Bares für Rares": Die Expertise bringt eine schöne Überraschung

Gravierend sind die Änderungen allerdings nicht, wie Colmar Schulte-Goltz in seiner wertschätzenden Expertise feststellt. Die Bronzeplastik stamme von dem bekannten französischen Tierbildhauer Jules Edmond Masson, der von 1871 bis 1932 gelebt hat, erklärt der Experte. Entstanden sei das Werk zwischen 1900 und 1910. 

1000 Euro wünscht sich Post für die Plastik. Da hat der Experte aber eine ganz andere Vorstellung: Er taxiert den Wert auf 1500 bis 1800 Euro. Damit ist der Verkäufer verständlicherweise mehr als zufrieden.

Von Horz bis Heide: Das sind die Experten von "Bares für Rares"

Wendela Horz Wie man an ihrem Dialekt unschwer erkennt, kommt Wendela Horz aus Rheinland-Pfalz. Geboren wurde sie 1969 in Speyer, bei "Bares für Rares" kommt die Goldschmiedin vor allem dann zum Einsatz, wenn es um edlen Schmuck geht © Frank W. Hempel/ZDF
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Im Händlerraum stößt das Kunstwerk auf großen Anklang: "Wirklich schön, so naturalistisch", schwärmt Lisa Nüdling. Als sie die Hirsche hochheben möchte, scheitert sie jedoch an dem Gewicht. Kollege Anaisio Guedes kommt zur Hilfe und schätzt das Werk auf satte 50 Kilo. 

Wolfgang Pauritsch eröffnet den Bieterreigen mit einem Startgebot von 700 Euro. Da sich fast alle Anwesenden beteiligen, wird der Preis schnell vierstellig. Beim Stand von 1700 Euro hat Pauritsch alle Konkurrenten aus dem Feld geschlagen – der Verkäufer schlägt zufrieden ein. Das viele Gewicht hat er sich mit einer stattlichen Summe bezahlen lassen.

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