Für den Film "Marty Supreme" dreht Gwyneth Paltrow Sexszenen mit ihrem 24 Jahre jüngeren Kollegen Timothée Chalamet. Hierbei hilft ihr der Humor mehr als die zuständige Intimitätskoordinatorin. Dennoch begrüßt die 52-jährige Schauspielerin die durch MeToo angestoßenen Veränderungen am Set.

Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat das Gefühl, dass sich Hollywood in den vergangenen Jahren durch die MeToo-Bewegung stark verändert hat. Besonders deutlich wurde ihr das bei den Dreharbeiten zu ihrem neuen Film "Marty Supreme", in dem sie an der Seite von Shootingstar Timothée Chalamet mehrere Sexszenen spielte. Darüber berichtet sie jetzt in einem Interview mit dem Magazin "Vanity Fair", dessen Cover die 52-Jährige ziert.

Auf die Frage, ob die MeToo-Bewegung ihr Ziel erreicht habe, antwortete sie: "Ich denke schon" und begründet das unter anderem damit, dass Meetings in Hotelzimmern inzwischen der Vergangenheit angehören oder zumindest immer mehrere Personen anwesend seien. "Diese Blase ist definitiv geplatzt", sagt sie. Natürlich gebe es weiterhin Machtmissbrauch in Hollywood, wie überall sonst auch - aber die Branche habe sich deutlich verändert.

Ein sichtbares Zeichen des Wandels sind Intimitätskoordinatorinnen am Set. Paltrow erfuhr erst bei den Dreharbeiten für "Marty Supreme", dass es diesen Beruf jetzt gibt. "Wir haben eine Menge Sex in diesem Film", berichtet Paltrow und erzählt von einer Szene, in der die Koordinatorin sie fragte, ob sie mit einer bestimmten Bewegung ihres Spielpartners Timothée Chalamet einverstanden sei. Paltrows Reaktion: "Mädchen, ich komme aus der Zeit, in der man sich auszieht, ins Bett geht und die Kamera läuft."

Chalamet ist "höflich, gut erzogen und sehr professionell"

Dennoch fand sie die Zusammenarbeit mit dem 28-jährigen Chalamet angenehm. Sie lobt den Freund von Kylie Jenner als "Denker-Sexsymbol" und beschreibt ihn als "höflich, gut erzogen und sehr professionell". Dennoch musste die 24 Jahre ältere Paltrow die Sexszenen mit ihm mit Humor nehmen: "Ich dachte mir: 'Okay, toll. Ich bin 109 Jahre alt. Und du bist 14.'" Am Ende hätten beide übrigens gemeinsam entschieden, auf die Intimitätskoordinatorin zu verzichten.

Obwohl Gwyneth Paltrow die neuen Regeln am Set begrüßt, kann sie sich persönlich mit manchen Vorgaben nicht ganz anfreunden. Sie wisse nicht, wie es für junge Schauspieler ist, die gerade anfangen, aber wenn jemand jemand ihr beim Dreh sage, wo sie ihre Hand hinlegen darf, würde sie sich davon als Künstlerin eingeengt fühlen.

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