Für Signa-Gründer Benko kommt es immer schlimmer: Erst crasht sein Immobilienimperium, dann landet er im Gefängnis. Einem Medienbericht zufolge ist nun auch noch seine Ehe am Ende.
Dem einstigen Signa-Milliardär René Benko droht laut einem Medienbericht ein neuer Rückschlag. Laut dem österreichischen Nachrichtenportal oe24.at hat seine Ehefrau Nathalie die Scheidung eingereicht. Der Gründer der insolventen Immobilien- und Handelsgruppe Signa sitzt seit Januar in Untersuchungshaft.
Dem österreichischen Portal zufolge gab es schon länger Gerüchte über ein Ehe-Aus. Nun habe seine Frau endgültig die Reißleine gezogen, schreibt das Blatt weiter. "Sie will sich und ihrer Familie das nicht mehr antun und einen Schlussstrich ziehen", zitiert oe24.at einen engen Freund der Familie. Das Paar hat 2010 geheiratet und drei Kinder.
Laut dem Portal haben mehrere Gläubiger bereits angekündigt, etwaige Zahlungen beziehungsweise Vermögensaufteilungen juristisch anzufechten. Wie oe24.at schreibt, soll Nathalie Benko bei der Scheidung monatlicher Unterhalt in Höhe von 8500 Euro sowie die Übernahme der Miete bis zu 3000 Euro zustehen.
Festnahme in Villa in Innsbruck
Der Gründer der insolventen Immobilien- und Handelsgruppe Signa wurde am 23. Januar in seiner Villa in Innsbruck festgenommen. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den Österreicher, im Rahmen eines Insolvenzverfahrens Vermögenswerte gegenüber Gläubigern und Behörden verheimlicht zu haben.
Ende Februar entschied das Landgericht in Wien, dass Benko zwei weitere Monate in Untersuchungshaft verbringen muss. Das Gericht geht nach eigenen Angaben weiterhin von dringendem Tatverdacht und Tatbegehungsgefahr aus. Die Justizbehörden könnten Benko bis zu zwei Jahre lang in Untersuchungshaft sitzen lassen. Im Falle einer Verurteilung wegen Untreue oder Bankrotts drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft, sagte ein Gerichtssprecher.
Steigende Zinsen, Energiepreise und Baukosten hatten das verschachtelte Signa-Firmenkonstrukt zu Fall gebracht. Gläubiger fordern insgesamt 2,4 Milliarden Euro. Das Insolvenzgericht hat von dieser Summe jedoch bislang nur 47 Millionen Euro anerkannt. Gegen Benko und sein Umfeld laufen in Österreich, Deutschland, Italien und Liechtenstein mehrere Ermittlungen, unter anderem wegen mutmaßlichen Betrugs, Untreue und Bankrotts. Sein Anwalt hat die Vorwürfe bestritten.
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