- Nato-Außenminister fordern Antwort von Putin
- Kiew fordert einen härteren Kurs der Nato gegen Moskau
- Russische Drohnenangriffe fordern Tote in Charkiw
- Bericht: Russland bei der Waffenproduktion vor Europa
- Nachrichten und Podcasts zum Ukraine-Krieg
09:13 Uhr | Baerbock wirft Putin "leere Worte" vor
Die geschäftsführende Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin "leere Worte" in den Gesprächen über eine Waffenruhe vorgeworfen. Die russischen Angriffe auf die Ukraine in den vergangenen Tagen hätten das deutlich gemacht, sagte Baerbock am zweiten Tag beim Nato-Außenministertreffen in Brüssel. Putin spiele auf Zeit und stelle immer neue Forderungen in den Raum. (Quelle: AFP)
08:45 Uhr | Todesopfer russischer Region Brjansk
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Grenzregion Brjansk sind laut Gouverneur Alexander Bogomas ein Dorfbewohner getötet und einer verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete, dass in der Nacht 107 ukrainische Drohnen abgefangen worden seien, davon 34 über der Region Kursk. (Quelle: Reuters)
08:37 Uhr | Nato-Außenminister fordern Antwort
Beim Nato-Treffen in Brüssel hat der französische Außenministrer Jean-Noël Barrot von Russland eine Antwort auf Angebote der USA für eine Waffenruhe in der Ukraine gefordert. In den vergangenen drei Wochen habe Russland aber nur laviert und seine Angriffe fortgesetzt. Der britische Außenminister David Lammy sagte, Putin verschleiere seine Absichten und bombardiere die Ukraine weiter. Darum müsse sie in die stärkste mögliche Position gebracht werden, militärisch, ökonomisch und durch humanitäre Hilfe. (Quelle: EBU)
08:15 Uhr | Baerbock: Verteidigungsausgaben steigen
Die Nato-Staaten sind nach den Worten von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf dem Weg, ihre Verteidigungsausgaben auf über drei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu erhöhen. (Quelle: Reuters)
08:04 Uhr | Mehr Todesopfer in Charkiw
Bei neuen russischen Drohnenangriffen sind nach ukrainischen Angaben in Charkiw mindestens vier Menschen und mehr als 30 getötet worden. Wohn- und Bürogebäude seien getroffen, teilte ein Rettungsdienst mit. Zuvor waren drei Todesopfer gemeldet worden. In den ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja und Kiew wurden nach Angaben von Behörden ebenfalls sechs Menschen bei Angriffen verletzt.
06:57 Uhr | Russischer Gesandter in Washington
Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew hat bei einem Besuch gestern in Washington mit Vertretern der Regierung von US-Präsident Donald Trump gesprochen. "Wir sehen eine positive Dynamik", sagte er danach russischen Medien. Es gebe Meinungsverschiedenheiten, aber "einen Prozess".

Über "mögliche Zusammenarbeit in der Arktis, bei Seltenen Erden und in anderen Bereichen" sei gesprochen worden. Auch werde "aktiv" an der Wiederherstellung des Flugverkehrs gearbeitet. Es seien aber doch noch weitere Treffen nötig.
Der Besuch des Direktors des russischen Staatsfonds ist der erste eines ranghohen Vertreters aus Russland in den USA seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022. Nach Berichten des US-Senders CNN war auch ein Treffen von Dmitrijew mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff geplant, bei dem es um die US-Sanktionen gegen Russland gehen könnte. Um überhaupt in die USA reisen zu können, waren diese gegen Dmitrijew zwischenzeitig von Washington ausgesetzt worden. (Quelle: AFP)
05:33 Uhr | Trumps Berater bremsen Putin-Telefonat aus
US-Präsident Donald Trump trifft angeblich auf internen Widerstand gegen ein geplantes Gespräch mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Wie NBC News unter Berufung auf Regierungsmitglieder berichtet, rät sein innerer Kreis davon vorerst ab. Demnach fordern Berater, dass Putin sich zunächst zu einem vollständigen Waffenstillstand mit der Ukraine verpflichten müsse. Erst dann solle ein direkter Austausch erfolgen. Trump hatte am Sonntag erklärt, er wolle noch diese Woche mit Putin telefonieren. (Quelle: Reuters)
05:17 Uhr | Ukraine fordert bei mehr Druck auf Russland
Vor dem Abschluss des zweitägigen Nato-Außenministertreffens in Brüssel hat die Ukraine das Verteidigungsbündnis zu stärkerem Druck auf Russland aufgerufen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte, Russland müsse es mit Frieden ernst meinen. Darum brauche es mehr Druck.
Die Nato-Außenminister beraten heute auch mit EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas. Dabei geht es um den EU-Beitrag zur europäischen Aufrüstung. Geplant sind Kredite von bis zu 150 Milliarden Euro. Verteidigungsausgaben sollen künftig von den EU-Schuldenregeln ausgenommen werden. Insgesamt sollen so in vier Jahren rund 800 Milliarden Euro mobilisiert werden. Auch um weitere Unterstützung für die Ukraine sollte es heute gehen. (Quelle: dpa)
04:39 Uhr | Drei Tote bei russischen Angriffen auf Charkiw
Bei neuen russischen Drohnenangriffen sind in der ostukrainischen Stadt Charkiw nach ukrainischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Der Rettungsdienst teilte mit, dass zudem 32 Menschen verletzt wurden, darunter ein Kind. In den Regionen Dnipro, Saporischschja und Kiew wurden nach Angaben der Behörden dort weitere fünf Menschen verletzt. (Quelle: AFP)
03:22 Uhr | Angeblich Drohne vor Moskau abgeschossen
Die russische Luftabwehr hat eine Drohne abgefangen, die angeblich auf Moskau zuflog. Das teilte der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Demnach wurde das unbemannte Flugobjekt abgeschossen. Trümmer seien zu Boden gefallen. Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte Sobjanin aber nicht. (Quelle: Reuters)
02:17 Uhr | Ukraine erwartet russische Verstärkung
Die Ukraine erwartet, dass Russland seine Armee 2025 um rund 150.000 Mann aufstockt. Das sagte Pawlo Palissa, Vizechef der Kanzlei von Präsident Wolodymyr Selenskyj, in einem Interview dem ukrainischen Radiosender Suspilne. Diese Zahl entspreche etwa 15 mechanisierten Infanterie-Divisionen. Sie könnten zwar nicht alle zugleich eingesetzt werden, doch der Druck auf die Front werde steigen. Konkrete Quellen für die Prognose nannte er nicht, verwies aber auf Aufklärungserkenntnisse.
Aktuell setzt Russland nach ukrainischen Angaben rund 600.000 Soldaten im Osten und Süden der Ukraine ein. Die ukrainische Armee habe etwa 880.000 Kräfte. Trotz zuletzt verlangsamter russischer Geländegewinne erwartet Kiew demnächst neue Offensiven. (Quelle: dpa)
01:05 Uhr | Bericht: Russland rüstet weiter auf
Russland hat seine Rüstungsproduktion während des Ukraine-Kriegs viel schneller ausgeweitet als Europa. Das geht aus einem Bericht des britischen Royal United Services Institute hervor. Demnach ist der russische Vorsprung eine strategische Bedrohung für die Nato. Während Moskau verstärkt auf die Massenproduktion einfacher Waffensysteme setze, kämpfe Europa mit seiner Bürokratie und mangelnder Investitionsbereitschaft. Die Produktion von Artilleriemunition sei bislang kaum gesteigert, heißt es in dem Bericht. Dabei sei auch die Ukraine langfristig auf westlichen Nachschub angewiesen.
Die Autoren fordern dringende Reformen in der europäischen Rüstungsindustrie, um Lieferengpässe zu vermeiden und die militärische Abschreckung der Nato zu sichern. (Quelle: dpa)
00:00 Uhr | Ukraine-News von Freitag, 4. April 2025
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. All das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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