- Nato gibt Zahl russischer Gefallener mit 250.000 an
- US-Außenminister Rubio bekräftigt Bekenntnis zu Nato und wiederholt 5-Prozent-Forderung
- Russischer Drohnenangriff auf Charkiw
- Weitere Nachrichten und Podcasts zum Ukraine-Krieg
20:24 Uhr | Selenskyj hält an Operation in Region Kursk fest
Trotz des weitgehenden Rückzugs ukrainischer Truppen aus der russischen Region Kursk hält Präsident Wolodymyr Selenskyj an der Operation fest. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte Selenskyj, der Vorstoß sei einer der größten Erfolge der Ukraine in diesem Krieg: "Es ist absolut fair, den Krieg dorthin zu verlagern, wo er herkommt."
Selenskyj erklärte, er habe mit den Kommandeuren der noch in Kursk kämpfenden Einheiten besprochen, welche Ausrüstung und Unterstützung sie benötigten: "Wir arbeiten daran, unsere Stellungen zu schützen."
Im vergangenen Sommer hatten die ukrainischen Truppen rasch etwa 1.300 Quadratkilometer russisches Territorium unter Kontrolle gebracht. Davon sind nach Angaben ukrainischer Militärbeobachter nur kleine Reste direkt an der Grenze geblieben. (Quelle: dpa)
18:54 Uhr | Nato: Bislang 250.000 russische Soldaten gefallen
Im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Nato-Angaben bislang 900.000 russische Soldaten getötet oder verwundet worden. Dies Zahl nannte ein ranghoher Nato-Beamter am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel. Die Zahl der Toten bezifferte er mit bis zu 250.000.
Noch vor einem halben Jahr war die Nato von insgesamt 600.000 russischen Toten und Verwundeten ausgegangen. Zur Begründung für den starken Anstieg sagte der Nato-Beamte, ein großer Teil sei darauf zurückzuführen, dass es zuletzt eine Ausweitung der Kampfzonen gegeben habe. Zudem seien auch Militäroperationen zum Teil intensiver gewesen.
Die Zahlen lassen sich nur schwer überprüfen. Von russischer Seite gibt es seit September 2022 keine offiziellen Angaben mehr. Die BBC hat gemeinsam mit russischen Oppositionsmedien etwas mehrt als 100.000 Getötete namentlich verifiziert. (Quelle: dpa)
17:53 Uhr | Russe zu 14 Jahren Haft wegen Sabotage verurteilt
In Russland hat ein Gericht in der Region Wolgograd einen 23-jährigen Russen wegen Sabotage zugunsten der Ukraine zu 14 Jahren Haft verurteilt. Dem Mann wird vorgeworfen, an einer Einrichtung der Bahn Feuer gelegt zu haben. Das Gericht erklärte, der Verurteilte habe im Auftrag des ukrainischen Geheimdiensts SBU gehandelt. Er habe sich schuldig bekannt. Als Motiv wurde genannt, der Mann sei nicht einverstanden gewesen mit der russischen Offensive in der Ukraine. (Quelle: AFP)
15:06 Uhr | Rubio bekräftigt Bekenntnis zu Nato und wiederholt 5-Prozent-Forderung
US-Außenminister Marco Rubio hat das Bekenntnis seines Landes zur Nato bekräftigt. Bei einem Treffen mit seinen Nato-Amtskollegen sagte Rubio: "Wir werden in der Nato bleiben." Die "Hysterie und Übertreibung", die er in internationalen und einigen US-Medien bezüglich eines mutmaßlichen Austritts aus der Nato seien nicht gerechtfertigt. Rubio wiederholte aber die Bedingung der USA, dass die Mitgliedstaaten ihre Militärausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erhöhen müssten. (Quelle: AFP)
13:23 Uhr | Ukraine erhält dänische Unterstützung für Luftverteidigung
Die Ukraine bekommt von Dänemark weitere Unterstützung für ihre Verteidigung. Im Rahmen des mittlerweile 25. Unterstützungspakets stellt Kopenhagen in den Jahren 2025 bis 2027 unter anderem Hilfen für die ukrainische Luftverteidigung und Artillerie zur Verfügung. Mit einem Gesamtwert in Höhe von 6,7 Milliarden dänischen Kronen (knapp 900 Millionen Euro) handelt es sich nach Angaben von Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen um eines der größten bisherigen Unterstützungspakete des Landes.
Von dem Betrag sollen laut Angaben seines Ministeriums jährlich jeweils 1,4 Milliarden Kronen für den Einkauf von Artilleriekapazitäten und -munition verwendet und anschließend an die Ukraine weitergegeben werden. Auch für Drohnen und IT werden Mittel bereitgestellt. (Quelle: dpa)
12:46 Uhr | Sondergesandter des Kreml zu Gesprächen in Washington
Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew ist nach eigenen Angaben zu Gesprächen über die Verbesserung der Beziehungen zu den USA nach Washington gereist. Er befinde sich im Auftrag von Präsident Wladimir Putin bereits seit Mittwoch in der US-Hauptstadt und treffe dort zwei Tage lang "Mitarbeiter der Regierung von (US-)Präsident Donald Trump", erklärte Dmitrijew am Donnerstag.
Der Besuch des Sondergesandten für Wirtschaft ist die erste Visite eines ranghohen Vertreters der russischen Regierung in den USA seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. (Quelle: AFP)
10:13 Uhr | EU deckt Hälfte des ukrainischen Munitionsbedarfs
Der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zufolge deckt die EU bereits die Hälfte des Bedarfs an Munition der Ukraine. "Wir müssen der Ukraine so schnell wie möglich die Hilfe zukommen lassen. Präsident Selenskyj hat gesagt, dass sie fünf Milliarden brauchen, um mindestens zwei Millionen Schuss zu haben", sagte sie vor dem Gipfel der EU-Verteidigungsminister in Warschau. (Quelle: Reuters)
05:19 Uhr | Nato-Außenminister treffen sich in Brüssel
In Brüssel beginnt heute ein zweitägiges Treffen der Außenminister der Nato-Staaten. Im Mittelpunkt stehen die Rolle der USA im Bündnis sowie die Lage in der Ukraine. NATO-Generalsekretär Mark Rutte und US-Außenminister Marco Rubio werden das Treffen am Vormittag eröffnen. Für Deutschland nimmt geschäftsführende Außenministerin Annalena Baerbock teil.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt die Beistandsverpflichtungen der Nato infrage gestellt und eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts gefordert. Auch die laufenden Verhandlungen zwischen Washington, Moskau und Kiew über eine mögliche Waffenruhe dürften ein zentrales Thema sein. (Quelle: AFP)
04:27 Uhr | Elf weitere verschleppte ukrainische Kinder wieder zu Hause
Der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, hat die Rückkehr von elf nach Russland verschleppten ukrainischen Kindern gemeldet. "Im Rahmen der Bring-Kids-Back-UA-Initiative des ukrainischen Präsidenten wurden weitere elf ukrainische Kinder aus den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine und aus Russland zurückgebracht", schrieb Jermak auf Telegram. Er bedankte sich beim Büro des ukrainischen Ombudsmannes für die Unterstützung bei der Rückführung. Eine Reaktion der russischen Behörden zu der Meldung gab es zunächst nicht. (Quelle: Reuters)
02:05 Uhr | Russland greift Charkiw mit Drohnen an
Die ostukrainische Großstadt Charkiw ist in der Nacht erneut Ziel eines massiven russischen Drohnenangriffs geworden. Innerhalb von 40 Minuten griffen 14 Drohnen die Stadt an, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. An fünf verschiedenen Orten gab es Einschläge, dabei wurden Wohnhäuser beschädigt. Laut ersten Berichten gibt es keine Verletzten. Der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, sprach von der zweiten großen Angriffswelle auf Charkiw innerhalb eines Tages. Auch in anderen Teilen der Ostukraine wurden Drohnen gesichtet. (Quelle: dpa)
01:05 Uhr | Russischer Mittelstreckenbomber in Sibirien abgestürzt
Ein russischer Mittelstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-22M3 ist bei einem Übungsflug in Sibirien abgestürzt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums konnte sich die vierköpfige Besatzung mit dem Schleudersitz retten, doch ein Pilot kam dabei ums Leben. Die Maschine stürzte über unbewohntem Gebiet in der Region Irkutsk ab und ging in Flammen auf, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Militär. Als Ursache wird technisches Versagen vermutet. (Quelle: dpa)
00:00 Uhr | Ukraine-News von Donnerstag, 3. April 2025
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. All das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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