Klare Absage an die US-Übernahmepläne: Bei ihrem Besuch hat die dänische Regierungschefin Frederiksen den Zusammenhalt von Grönland und Dänemark betont und Besitzansprüche zurückgewiesen.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ist auf Grönland eingetroffen - fünf Tage, nachdem der Besuch von US-Vizepräsident JD Vance für Aufruhr sorgte. Frederiksen wies die Ambitionen der USA erneut zurück. "Die USA werden Grönland nicht übernehmen. Grönland gehört den Grönländern", betonte sie gleich nach ihrer Ankunft.
Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Frederiksen richtete beim Treffen mit dem kürzlich gewählten Regierungschef Grönlands, Jens-Frederik Nielsen, den Blick auf den gemeinsamen Gegner: "Es ist klar, dass wir angesichts des Drucks, den die Amerikaner auf Grönland in Bezug auf Souveränität, Grenzen und Zukunft ausüben, zusammenhalten müssen."
Frederiksen verspricht dänische Unterstützung
Frederiksen sicherte Grönland die dänische Unterstützung zu. Sie werde alles in ihrer Macht stehende tun, um sich um dieses "wunderbare Land" zu kümmern, sagte Frederiksen. Sie zollte den grönländischen Bürgern und Politikern "tiefsten Respekt" für ihren Umgang mit dem Druck aus den USA.
Bei ihrer Ankunft wurden sie und ihr Mann Bo Tengberg auch vom scheidenden Regierungschef Múte B. Egede und dessen Frau begrüßt. Das zeigten Aufnahmen der dänischen Sender DR und TV 2. Noch bis Freitag will die Ministerpräsidentin auf der Insel mit 57.000 Einwohnern bleiben und Gespräche mit führenden Politikern führen.
Kritiker halten Besuch für verfrüht
Doch es gab auch Kritik für ihre Initiative: Nach den Wahlen ist die Regierungskoalition von Nielsen zwar verkündet, aber noch nicht offiziell im Amt. Die Parteispitzen zweier Koalitionsparteien hielten den Besuch Frederiksens daher für zu früh. Nielsen beteuerte dagegen, sich auf Frederiksen zu freuen.
Am vergangenen Freitag hatte US-Vizepräsident Vance Grönland besuchte. Zusammen mit seiner Frau und dem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz traf er sich mit Soldaten auf einem US-Militärstützpunkt im Norden der Insel.
In Richtung Dänemarks wählte Vance dabei harsche Worte: "Unsere Botschaft an Dänemark ist sehr einfach: Sie haben keine gute Arbeit für die Menschen in Grönland geleistet." Die dänische Regierung habe "zu wenig in die Menschen in Grönland" sowie zu wenig in die Sicherheitsarchitektur investiert. Außenminister Lars Lökke zeigte sich über den Ton von Vance irritiert: "So redet man nicht mit engen Verbündeten."
US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder betont, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Von grönländischer und dänischer Seite sind diese Besitzansprüche klar zurückgewiesen worden.

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