Das Auswärtige Amt hat die Lage in der Türkei ganz genau im Blick und veröffentlicht regelmäßig Reisehinweise auf seiner Website. Aktuell heißt es dort vor allem für die großen Städte Ankara, Istanbul und Izmir:

Derzeit ist nicht absehbar, wie lange diese Einschränkungen (gemeint sind z.B. Straßensperrungen oder Ausfall des ÖPNV) anhalten werden. Informieren Sie sich in den Medien zur jeweils aktuellen Lage [...]. Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen und seien Sie in deren Umfeld äußerst vorsichtig.

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Wie sich die Lage in der Türkei weiter entwickelt, ist derzeit kaum vorhersehbar.Bildrechte: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire | Tunahan Turhan

Die Lage in den derzeit noch ruhigen Urlaubsregionen der Türkei außerhalb der Metropolen wird aktuell vom Auswärtigen Amt nicht thematisiert.

Außerdem wichtig: Die Reisehinweise sind keine offizielle Reisewarnung, mit der man schon geplante Urlaube stornieren kann. Wem als Pauschalreisender dennoch mulmig ist, sollte mit dem Reiseveranstalter oder dem Reisebüro sprechen.

Vor allem in den großen Städten, wie hier in Istanbul, sollten Touristen derzeit wachsam sein.Bildrechte: picture alliance/dpa/AP | Emrah Gurel

Festnahmen und Probleme bei der Einreise

Während man die Metropolen und die dort stattfindenden Demos vielleicht meiden kann, sind die Hinweise des Auswärtigen Amtes zum Thema Einreise krasser.

Zitat: "Es gibt weiterhin Fälle, in denen deutsche Staatsangehörige willkürlich festgenommen, mit einer Ausreisesperre belegt oder an der Einreise in die Türkei gehindert werden."

Die türkischen Strafverfolgungsbehörden führen offenbar umfangreiche Listen von Personen mit Wohnsitz in Deutschland, die auch ohne hinreichende Vorermittlungen zum Ziel von Strafverfolgungsmaßnahmen werden können.

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Aus Sicht des Auswärtigen Amtes geht es hier um den Verdacht der Terror-Unterstützung - ein Verdacht, der in der Türkei allerdings sehr weit gefasst ist. So könnten eventuell schon kritische Äußerungen in den sozialen Medien zu Problemen führen. Likes, Teilen, Kommentieren - offenbar lesen die türkischen Behörden vieles mit.

Quellen und weiterführende Links:

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STATISTA

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