• Wirtschaftsexperte geht von Rückkehr westlicher Firmen nach Russland aus
  • Außenminister Chinas sieht sein Land und Russland als Freunde für immer
  • Trump nach Putin-Kritik optimistisch, dass Russland sich an Absprache hält
  • Weitere Nachrichten und Podcasts zum Ukraine-Krieg

06:44 Uhr | Update: China bietet sich als Vermittler an

China hat sich als Vermittler in den Gesprächen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine angeboten. Außenminister Wang Yi sagte in einem Interview mit der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti, Peking sei "bereit, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft eine konstruktive Rolle bei der Beilegung des Konflikts zu spielen". China wolle dabei "die Bestrebungen der beteiligten Parteien berücksichtigen". ugleich betonte er, China unterstütze Russland bei der Verteidigung seiner "Interessen". (AFP)

05:00 Uhr | Russland kann auf Rückkehr westlicher Firmen hoffen

Russland kann nach einem Ende des Ukraine-Kriegs nach Einschätzung des Wirtschaftsexperten Vasily Astrov mit der Rückkehr westlicher Unternehmen rechnen. Der Markt mit seinen fast 150 Millionen Bürgern sei viel zu interessant, um sich auf Dauer zu verabschieden, sagte der Russland-Experte des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche der Deutschen Presse-Agentur. Gerade für deutsche Autokonzerne, die bis 2022 in Russland Fabriken betrieben hätten, böte sich das an.

Laut Astrov sind viele Unternehmen in Russland geblieben. Die Zahl der Firmen, die Russland wegen des Kriegs und der Sanktionen verlassen hätten, werde meist überschätzt, so der Experte. Nur zwölf Prozent der vor dem Ukraine-Krieg in Russland tätigen ausländischen Firmen hätten das Land komplett verlassen. Das gelte vor allem für manche große Konzerne. "Die mittelständischen Unternehmen sind eher geblieben, machen davon aber wenig Aufhebens", sagte Astrov. (dpa)

04:59 Uhr | Chinesischer Außenminister Wang bezeichnet Russland und China als "Freunde für immer"

China und Russland sind "für immer Freunde, niemals Feinde". Dies erklärte der chinesische Außenminister Wang Yi in einem Interview mit der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA zu Beginn eines dreitägigen Besuchs in Moskau.

Wang sagte weiterhin, die gegenwärtigen globalen Bedingungen verpflichteten die Großmächte, als stabilisierende Faktoren zu agieren. Deshalb sei es ermutigend, dass Russland und die Vereinigten Staaten sich um eine Verbesserung der Beziehungen bemühten. Das russische Präsidialamt hatte am Montag erklärt, Russland und die Vereinigten Staaten arbeiteten an Ideen für eine mögliche Friedenslösung in der Ukraine und am Aufbau bilateraler Beziehungen. "Das ist gut für die Stabilisierung des Kräfteverhältnisses zwischen den Großmächten und stimmt optimistisch in einer enttäuschenden internationalen Situation", zitierte die Nachrichtenagentur RIA Wang.

Wang wies demnach auch die Behauptung zurück, dass Trump versuche, Russland zu unterstützen, um es gegen China aufzubringen. Wang habe solche Ideen als "Rückfall in ein veraltetes Konfrontations- und Blockdenken" bezeichnet, berichtet RIA. (Reuters)

04:57 Uhr | Selenskyj fordert Bestrafung Russlands für Kriegsverbrechen in Butscha

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Jahrestag der Befreiung Butschas eine Bestrafung Russlands für die Kriegsverbrechen gefordert. "Für all das müssen russische Verbrecher unbedingt zur Verantwortung gezogen werden", forderte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die europäischen Diplomaten hätten mit ihrer Beteiligung an einer Gedenkveranstaltung in Butscha gezeigt, dass sie die moralischen Lehren aus dem Krieg nicht vergessen habe.

Die Kleinstadt Butscha nahe Kiews war in den ersten Kriegstagen von russischen Truppen besetzt worden. Nach ihrer Befreiung durch die ukrainischen Streitkräfte wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden - manche mit gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische Kriegsverbrechen. Die Vereinten Nationen bestätigten später in einem Bericht den Tod von Dutzenden Zivilisten. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen von einer Inszenierung. (dpa)

01:55 Uhr | Trump stellt baldige Reise nach Saudi Arabien in Aussicht

US-Präsident Donald Trump hat für die kommenden Wochen einen Besuch in Saudi-Arabien in Aussicht gestellt. "Es könnte nächsten Monat sein, vielleicht auch ein bisschen später", sagte Trump in Washington.

In Saudi-Arabien fanden in den vergangenen Wochen Gespräche zwischen US-Vertretern über eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine mit Delegationen aus Russland und der Ukraine statt. Das Königreich hatte zuletzt seine Verbindungen zu beiden Seiten bekräftigt und sich als möglicher Vermittler im Ukraine-Krieg positioniert.

01:30 Uhr | Trump: Putin wird sich an Abmachungen halten

Nach ungewöhnlich deutlicher Kritik an Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich gezeigt, dass der Kremlchef nun "seinen Teil" der Vereinbarung zur Beendigung des Ukraine-Krieges einhält. "Ich denke, er wird sich an das halten, was er mir gesagt hat", sagte Trump im Weißen Haus. "Ich denke, er wird seinen Teil der Abmachung nun erfüllen."

Trump bekräftigte zudem, dass er keine "zusätzlichen" Zölle gegen Russland verhängen wolle. "Aber ich denke, ich würde etwas tun, wenn ich das Gefühl hätte, dass er nicht das Richtige tut", fügte er hinzu. Zuvor hatte sich Trump ungewöhnlich kritisch über Putin geäußert, weil dieser die Glaubwürdigkeit des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj in Zweifel gezogen hatte.

Nach Trumps Äußerungen bekräftigte der Kreml dann Putins Bereitschaft zu Gesprächen mit dem US-Präsidenten. "Der Präsident bleibt offen für Kontakt mit Präsident Trump", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. (AFP)

00:00 Uhr | Ukraine-News von Dienstag, 01. April 2025

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. All das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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