- Die rechtsnationale französische Politikerin Marine Le Pen ist in der Affäre um die mögliche Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im Europaparlament schuldig gesprochen worden.
- Das hat ein Strafgericht in Paris entschieden.
- Das Strafmass ist noch nicht bekannt – soll aber im Anschluss an die aktuelle Urteilsverkündung gesprochen werden.
- Im schlimmsten Fall droht Le Pen einen Ausschluss von Wahlen für fünf Jahre. Damit würde sie die nächste Präsidentschaftswahl verpassen.
Der zentrale Vorwurf war, dass Le Pens Partei Rassemblement National Geld für parlamentarische Assistenten vom Europäischen Parlament bekommen hat, die aber teilweise oder ganz für die Partei gearbeitet hätten. Insgesamt soll es um knapp sieben Millionen Euro gehen. Le Pen wies die Vorwürfe stets zurück.

Die Affäre hatte Le Pen und ihre Partei seit Jahren belastet. Le Pens rechtsnationale Partei ist in Frankreich auf dem Vormarsch und im Parlament inzwischen so stark vertreten wie noch.
Der von ihrem kürzlich verstorbenen Vater Jean-Marie gegründete rechtsextremistische Front National benannte Marine Le Pen 2018 in Rassemblement National um. Sie verzichtete auf allzu radikale Positionen, um sie auch in breiteren Schichten wählbar zu machen.
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