- 21 Verletzte in der Region Charkiw
- Nordkorea soll weitere Soldaten nach Russland geschickt haben
- Macron: Europäische Truppen könnten Städte in Ukraine sichern
- EU importiert mehr russisches Gas trotz laufendem Krieg
- Nachrichten und Podcasts zum Ukraine-Krieg
10:38 Uhr | 21 Verletzte in der Region Charkiw
Die Zahl der Verletzten bei einem russischen Drohnenangriff auf die nordostukrainische Region Charkiw ist nach Angaben der Rettungsdienste auf 21 gestiegen. Wohnhäuser und Lagergebäude seien beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Allein in der gleichnamigen Regionalhauptstadt Charkiw seien durch die Angriffe vier Brände ausgebrochen. Mehrere Privathäuser, ein Wohngebäude, Autos und eine Produktionsstätte seien in der zweitgrößten Stadt der Ukraine beschädigt worden, erklärte Regionalgouverneur Oleh Syniehubow.
In der Stadt Solotschiw wurden den Angaben zufolge acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. Insgesamt habe Russland die Ukraine in der Nacht mit 86 Drohnen attackiert, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 42 Drohnen seien abgeschossen, 26 Drohnen wohl von der elektronischen Luftabwehr abgefangen worden. In der zentralukrainischen Stadt Dnipro wurden den Behörden zufolge drei Menschen verletzt und mehr als zehn Wohnhäuser sowie Unternehmen und Kultureinrichtungen beschädigt. (Quelle: Reuters)
08:58 Uhr | Nordkorea stellt neueste Militärtechnologie vor
Nordkorea hat die neueste Militärtechnologie seiner Armee vorgestellt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, handelt es sich dabei unter anderem um Kamikaze-Drohnen, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind. Das nordkoreanische Militär präsentierte demnach zudem erstmals ein Flugzeug, das als luftgestütztes Frühwarnsystem dient und möglicherweise die Flugabwehr des Landes modernisieren könnte. Medienberichten zufolge könnte es sich dabei um ein russisches Cargo-Flugzeug handeln, das von Nordkorea umgebaut wurde.
Als Kamikaze-Drohnen bezeichnet man unbemannte, mit Sprengladungen bestückte Fluggeräte. Diese werden auch im Ukraine-Krieg flächendeckend eingesetzt, wo Russland Unterstützung von Nordkorea bekommt. (Quelle: dpa)
07:20 Uhr | Vier US-Soldaten nach Militärübung vermisst
In Litauen werden vier US-Soldaten nach einer Übung vermisst. Wie die US-Botschaft in dem EU-Land mitteilte, befanden sie sich zuletzt in Pabrade im Osten des Landes nahe der Grenze zu Belarus. Wann sie verschwanden, wurde nicht gesagt. Die litauischen Streitkräfte erklärten, ihnen sei mitgeteilt worden, dass seit Dienstag neben vier US-Soldaten auch ein Kettenfahrzeug verschwunden sei. Eine Such- und Rettungsaktion sei in Gang, hieß es in einer Erklärung.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte geht davon aus, dass die vier vermissten US-Soldaten ums Leben gekommen sind. Nach Berichten litauischer Medien sollen die Soldaten am Dienstag in einem Kettenfahrzeug unterwegs gewesen und damit während eines Manövers in ein Gewässer geraten sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb auf der Plattform X, man werde nicht ruhen, bis die vier Soldaten gefunden worden seien. (Quellen: Reuters, dpa)
05:38 Uhr | Südkorea: Nordkorea schickt weitere 3.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands
Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs erneut Soldaten zur Unterstützung Russlands in den Ukraine-Krieg entsendet. Dem Generalstab in Seoul zufolge wurden im Januar und Februar rund 3.000 weitere nordkoreanische Soldaten nach Russland verlegt. Das meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise.
Der südkoreanische Geheimdienst geht davon aus, dass Nordkorea bislang rund 4.000 Verluste erlitten hat. Ob es sich dabei nur um Tote oder auch um Verwundete handelt, ist unklar. Als möglicher Grund für die neue Truppenverlegung gilt die Notwendigkeit, diese Verluste zu kompensieren.
Bereits im vergangenen Herbst hatte Nordkorea demnach etwa 11.000 Soldaten in die russische Grenzregion Kursk entsandt. Sie sollen russische Truppen dabei unterstützen, Gebiete zurückzuerobern, die im Zuge einer ukrainischen Gegenoffensive unter Kiews Kontrolle geraten waren. (Quellen: dpa, AFP)
04:17 Uhr | Selenskyj fordert stärkere US-Haltung gegenüber Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA und andere westliche Partner dazu aufgerufen, gegenüber Russland nicht nachzugeben. In einem Interview mit europäischen Journalisten in Paris kritisierte er, dass kremlfreundliche Signale aus Washington den internationalen Druck auf Moskau abschwächen. Russland stelle mittlerweile sogar Bedingungen für die Lockerung von Sanktionen, um im Gegenzug einem Abkommen im Schwarzen Meer zuzustimmen.
Selenskyj erklärte, er sei bereit, die Gespräche über eine Waffenruhe fortzusetzen – vor allem, um die US-Militärhilfe und den Austausch sicherheitsrelevanter Informationen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig warnte er vor Russlands Taktik, durch zusätzliche Forderungen Zeit zu gewinnen und den Westen zu spalten. (Quelle: Reuters)
03:34 Uhr | Macron: Europäische Truppen sollen Russland abschrecken
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich für eine mögliche Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine ausgesprochen – nicht für den Fronteinsatz, sondern zur Absicherung wichtiger Städte und strategischer Punkte. Ziel sei es, Russland von neuen Angriffen abzuhalten, sagte Macron nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Paris. Im Falle einer erneuten großangelegten Offensive könnten diese Kräfte reagieren, betonte Macron. Zugleich kündigte er weitere französische Militärhilfen im Umfang von zwei Milliarden Euro an, darunter Raketen, Drohnen, Panzer und Munition.
Heute beraten in Paris Vertreter aus 31 Staaten in der sogenannten Koalition der Willigen über Sicherheitsgarantien für eine mögliche Waffenruhe. Laut Macron könnte eine spätere UN-Friedenstruppe zur Überwachung eines Friedensdeals infrage kommen. (Quelle: dpa)
02:27 Uhr | Mehr russisches Gas trotz Krieg in der EU
Trotz des anhaltenden Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die EU 2024 rund 18 Prozent mehr Gas aus Russland importiert als im Vorjahr. Das geht aus einem Bericht der Denkfabrik Ember hervor. Berücksichtigt wurden sowohl Pipeline-Gas als auch Flüssigerdgas (LNG). Besonders Italien, Frankreich und Tschechien erhöhten demnach ihre Importe. Dabei sei die Nachfrage in der EU insgesamt nicht gestiegen. Im Gegenteil: Die Gaspreise zogen stark an, während gleichzeitig ungenutzte LNG-Kapazitäten zunahmen.
Offiziell will die EU bis 2027 unabhängig von russischem Gas werden, ein rechtlich bindender Plan liegt aber nicht vor. (Quelle: dpa)
01:05 Uhr | Mehrere Verletzte bei russischem Drohnenangriff auf Charkiw
Bei einem schweren russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Region Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen verletzt worden, darunter auch Kinder. Acht Menschen wurden in der Stadt Charkiw verletzt, sieben weitere in der Ortschaft Solotschiw, wie der Militärgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mitteilte. Die Zahl der Verletzten könne noch steigen.
Laut Bürgermeister Igor Terechow wurde Charkiw von mindestens zwölf Drohnen getroffen. Rettungsdienste berichteten von vier Bränden im Stadtzentrum und schweren Schäden an mehreren Hochhäusern sowie an ziviler Infrastruktur. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein Video, das eine Explosion neben einem Fußballplatz zeigt, auf dem Kinder spielten. Er sprach von einem gezielten Angriff auf zivile Bereiche. (Quellen: dpa, Reuters)
00:00 Uhr | Ukraine-News von Donnerstag, 27. März 2025
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. All das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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