Die Rückkehr von James Bond lässt auf sich warten. Seit der Übernahme durch Amazon-Gründer Jeff Bezos fürchten einige, die Reihe könnte verramscht werden. Der frühere 007-Darsteller Pierce Brosnan teilt in einem Interview seine Hoffnung auf die Art und Weise des Fortbestands der Reihe mit.

Schauspieler Pierce Brosnan hofft darauf, dass die James-Bond-Filmreihe nach der Übernahme durch Amazon mit Respekt behandelt wird. Das sagte der frühere 007-Darsteller dem britischen "Telegraph", nachdem die langjährigen Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson die kreative Kontrolle über das Franchise abgegeben hatten.

Er habe das schon eine Weile geahnt, sagte Brosnan der Zeitung zufolge. Aber er denke, dass es die richtige Entscheidung für die beiden sei. "Es braucht großen Mut für sie, loszulassen." Er hoffe, dass das Werk und die Figur mit Würde, Fantasie und Respekt behandelt würden.

Der irische Schauspieler hatte den Geheimagenten von 1995 bis 2002 gespielt und war in vier "James Bond"-Filmen zu sehen ("GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die Welt ist nicht genug" und "Stirb an einem anderen Tag"). Er sei stolz, Teil des Vermächtnisses von Bond zu sein, und auf die Filme, die er mit Broccoli und Wilson gemacht habe. In einer Welt, die sich heute so schnell verändere, gehe der Wandel auch mit einem gewissen Bedauern einher.

Wird die Reihe verramscht?

Seit Langem war spekuliert worden, wie es mit der populären Filmreihe weitergeht. Das Unternehmen Amazon MGM Studios, das seit 2022 zu 50 Prozent Teilhaber ist, wird in Zukunft die Geschicke leiten. Der Schritt ist unter Fans umstritten. Kritiker fürchten, die Reihe könnte verramscht werden.

"James Bond wird zu Tode vermarktet", kommentierte das "Far Out Magazine". 007 werde zu einem "riesigen Cross-Media-Monster" aufgebaut, mutmaßt die "Radio Times" und spricht von "Bonds bislang schwierigster Mission".

Die langjährige Casting-Direktorin der 007-Filme, Debbie McWilliams, hatte nach über 40 Jahren ihren Abschied Ende Februar angekündigt. Ihre Entscheidung habe sie bereits gefällt, bevor in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass die langjährigen Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson die kreative Kontrolle über das Franchise an Amazon abgeben, betonte McWilliams. Dennoch äußerte sie ihr Bedauern über den Schritt.

"Wenn ich mir die bisherigen Kinofilme von Amazon anschaue, hält sich meine Begeisterung in Grenzen", sagte sie. "Wenn sie das Wesen von Bond verändern, riskieren sie es, ein riesiges Publikum zu vergraulen."

Wer wird der nächste Bond?

Unklar ist bisher, wer auf den bisherigen Bond Daniel Craig folgt. In Medien wird immer wieder über mögliche Kandidaten spekuliert. Der "Telegraph" schrieb, nach Meinung Brosnans solle derjenige britisch sein. Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte nach Bekanntwerden der Übernahme seine Follower auf X und Instagram gefragt, wer der nächste Bond werden soll - manche Fans vergleichen Bezos sarkastisch mit den Bond-Schurken früherer Filme.

Die Reaktionen der Fans und Follower auf die Bezos-Frage ließen naturgemäß nicht lange auf sich warten. Besonders der Name des Briten Henry Cavill ("Superman") fällt in den Antworten des Öfteren. Doch auch viele weitere namhafte Hollywoodstars werden erwähnt, so etwa der Schotte James McAvoy oder Tom Cruise, der jedoch als US-Amerikaner schlechte Karten auf die Nachfolge Daniel Craigs haben dürfte. Auch der Brite Idris Elba ("Luther") wird von den Fans wiederholt ins Spiel gebracht, ebenso wie "Nosferatu"-Star Aaron Taylor-Johnson, der zuletzt laut britischen Medien als einer der Favoriten auf die Rolle gehandelt wurde.

James Bond gehört zu den bekanntesten Charakteren der Welt. Die Figur trat in mehr als 25 Kinofilmen auf, die an den Kinokassen insgesamt mehrere Milliarden Euro eingespielt haben. Daniel Craig hatte den britischen Agenten zuletzt 2021 in "Keine Zeit zu sterben" verkörpert. Das dramatische Ende hatte viele Zuschauer schockiert.

Wer auch immer nun die Nachfolge antreten wird, "James Bond will return" - seit 1962 ist das nicht nur ein Versprechen, es ist quasi ein Gesetz der Filmgeschichte. Bis dahin wird wohl weiter fleißig spekuliert.

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