Falls Sie mal die Ehre haben, bei Herzogin Meghan und Prinz Harry in Montecito zu nächtigen, dürfte Sie ein wahres Erlebnis für alle Sinne erwarten. In ihrer neuen Netflix-Show "With Love, Meghan" verrät die Herzogin, wie sie ihr Gästezimmer für ihre Freunde vorbereitet. "Ich denke an die beiden Orte, an denen sich ein Gast aufhält, sobald er sein Zimmer betreten hat. Was liegt neben dem Bett für ihn?", erklärt die Amerikanerin. "Und was befindet sich im Badezimmer, damit er am Ende des Abends ein schönes Bad nehmen kann?"
Herzogin Meghan dekoriert und kocht bei Netflix
Gefilmt wird die Sendung zwar nicht wirklich in ihrem Zuhause, aber so viel Nähe wäre für die ehemaligen Royals womöglich auch ein Schritt zu viel gewesen. Sie wissen schon, der Schutz ihrer Privatsphäre ist den beiden sehr wichtig, das betonen sie immer wieder.
Damit ihre Gäste sich bei ihr bestens erholen, mischt die Herzogin voller Liebe ein Weckglas mit verschiedenen Badesalzen. Dazu ein Schuss Arnika-Öl, ein paar Lavendelblüten in einem Teebeutel, und fertig ist das royale Badeerlebnis. Alles schreit Perfektion. So bodenständig und "hands on" sich Meghan auch gibt, wer hat im Alltag schon die Zeit dafür, jedem Hausgast erst mal sein persönliches Badesalz anzurühren?
Gemeinsam mit ihrem Imker besucht sie den heimischen Bienenstock, die schwierige Arbeit überlässt Meghan im Schutzanzug dann aber doch dem Profi. "Das Wichtigste ist, einen leisen Ton zu halten – mit unserer Bienenstimme zu sprechen", sagt die Herzogin und verrät dann, dass ihr die Bienen gezeigt haben, Dinge zu tun, vor denen sie Angst hat. Zum Beispiel, mit Bienen zu hantieren.
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In der ersten Episode ihrer neuen Serie lädt Meghan ihren Freund und Make-up-Artisten Daniel Martin ein, der sie an ihrer Hochzeit mit Harry geschminkt hat. Er sei "davor, währenddessen und danach" an ihrer Seite gewesen. Die Anspielung ist klar: vor der Royal Family, während ihrer Zeit im Königshaus und eben jetzt danach.
Perfektion im Hause Sussex
Falls der Kosmetikprofi erwartet hat, mit seiner Freundin Meghan auf dem Sofa zu lümmeln und Netflix zu bingen, könnte er enttäuscht gewesen sein. Stattdessen muss er vor den Kameras des Streamingdienstes mit anpacken. Meghan zeigt ihm, wie sie ein einfaches Pastagericht zaubert – in nur einer Pfanne – und wie sie einen Zitronen-Honigkuchen backt und dekoriert. Als kleines Mitbringsel für daheim darf Daniel Martin eine Bienenwachskerze mitnehmen, die er und Meghan ebenfalls selbst gemacht haben. Das Wachs – selbstverständlich geschöpft aus Meghans Bienenstock – haben sie angereichert mit ätherischen Ölen.
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Was die Herzogin da zaubert, ist weder innovativ noch besonders neu für jeden, der schon mal in einer Küche gestanden hat. Und dennoch hat Meghan in ihrer neuen Rolle als "Home-Makerin" eine Daseinsberechtigung. Ihre Netflix-Serie ist im Grunde nur eine filmische Fortführung ihres Lifestyle-Blogs "The Tig", den sie vor ihrer Zeit bei den Royals erfolgreich betrieb. Meghan reist also zurück ins Jahr 2016. Heute, 2025, kommt mit den sogenannten Tradwives eine neue Komponente zu diesem "Home-Making" hinzu. Immer mehr Influencerinnen sind im Netz erfolgreich damit, sich in der Küche zu zeigen statt am Schreibtisch. Sie kochen, backen und dekorieren, während ihre Männer die vermeintlich ernste Arbeit erledigen. Das Konzept ist nicht neu – man erinnere sich an Martha Stewart, die sich dadurch ein Imperium aufbauen konnte. Der "Tradwife"-Kult erreicht auf Social Media aber ganz neue Zielgruppen. Waren Kochsendungen früher eher etwas für ältere Generationen, finden sich heute auch viele aus der Generation Z unter den Fans.
Meghan hat nie nach England gepasst
Schön anzusehen ist Meghans Sendung allemal. Die Herzogin gibt allen Produkten einen persönlichen Touch. Seien es selbst beschriebene Label oder ein paar Deko-Früchte, die sie hübsch drapiert. Wirklich nahe kommt man der Herzogin trotzdem nicht. Und so bleibt die Sendung Eskapismus. Schöne Bilder, gute Musik, ein paar simple Rezepte und Tricks, um aus etwas Profanem etwas Hübsches zu kreieren. Es ist eine heile Welt à la Meghan, geliefert auf dem Silbertablett – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Als Meghan und ihr Freund Daniel endlich die Früchte ihrer Arbeit genießen dürfen und ein Stück Kuchen verspeisen, sagt sie zu ihm, nächstes Mal könnten sie "hiken" gehen, also wandern. "Ihr Kalifornier mit euren Wanderungen. Ich kann das nicht", sagt der in New York lebende Freund der Herzogin trocken. Dass Meghan im regnerischen London zwischen schmallippigen Royals nie wirklich Fuß fassen konnte, ist nicht nur dank dieser Szene so wenig verwunderlich wie der Sonnenschein in Kalifornien. Es hat nie gepasst. Und es wird nie passen.
Am Ende der ersten Folge kommt man bei aller ästhetischen Schönheit von Meghans Leben in Kalifornien nicht umhin, sich König Charles im Badezimmer in Montecito vorzustellen, wie er das pinke Badesalz unter die Lupe nimmt und ein leises "bollocks" vor sich hinmurmelt.
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