In «A Minecraft Movie» wird Garrett Garrison (Jason Momoa) durch ein mysteriöses Portal in die Klötzchen-Welt von Minecraft gesogen. So ist es schon Millionen vor ihm ergangen – nicht durch ein Portal allerdings, sondern durch den Bildschirm ihres Computers, Tablets oder Smartphones.

Das Spielprinzip ist einfach: Die Welt von Minecraft besteht komplett aus würfelförmigen Blöcken, die unterschiedliche Materialien wie Erde, Stein, Holz oder Wasser darstellen. Diese Blöcke kann man abbauen («mine») und neu platzieren («craft»).

So lassen sich Werkzeuge, Gebäude oder ganze Landschaften bauen – oder auch ein funktionierender Computer, auf dem sich Minecraft spielen lässt. Dass das Game bereits für kleine Kinder leicht zu begreifen ist und trotzdem auch für Erwachsene komplex genug bleibt, ist ein wichtiger Grund für den langanhaltenden Minecraft-Erfolg.

Marketplace und Millionenumsätze

Mit über 300 Millionen verkauften Einheiten ist Minecraft nicht nur das meistverkaufte Game aller Zeiten, sondern mit über 200 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern auch eines der meistgespielten. Ein globales Phänomen, um das herum ein eigenes kreatives Ökosystem entstanden ist.

Legende: Eingetaucht in grasgrünes Neonlicht: Minecraft begeistert die Massen – ob jung oder alt. Besucher bei der «EXG Gaming Conference» 2014 spielen das Kultgame. Getty Images/Chris Ratcliffe/Bloomberg

Seit 2017 werden auf dem Minecraft Marketplace selbstgemachte, zusätzliche Inhalte gehandelt – Skins, Texturen und Abenteuerkarten, die das Spiel erweitern. Bis April 2021 wurden über eine Milliarde solcher Inhalte verkauft und ein Umsatz von mehr als 350 Millionen US-Dollar erzielt.

Das Tor zur digitalen Welt

Aktuelle Zahlen fehlen, aber weil die Zahl der Spielerinnen und Spieler seit 2021 stark gestiegen ist, dürften auch die Umsätze zugelegt haben. Ein gutes Geschäft für Microsoft, das Minecraft besitzt und sich die Einkünfte aus dem Marketplace mit den Verkäuferinnen und Verkäufern teilt.

Microsoft hat sich den Kauf von Minecraft im Jahr 2014 2,5 Milliarden Dollar kosten lassen. Ein stolzer Preis, doch heute zweifelt niemand daran, dass sich die Übernahme gelohnt hat. Kaum ein anderes Game ist so fest in der Popkultur verankert. Das zeigt nicht nur der aktuelle Kinofilm, sondern auch das grosse Merchandise-Angebot rund um das Spiel.

Legende: Der Erfolg des Games gipfelt nun in einem Kinofilm – mit hochkarätiger Besetzung wie Jason Momoa. Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Doch der kulturelle Einfluss reicht noch viel tiefer: Eine ganze Generation ist mit Minecraft aufgewachsen. Millionen von Menschen, die mit dem Game erste Schritte in der digitalen Welt gemacht und dabei gelernt haben, wie man mit einem Computer umgeht. Und viele von ihnen sind Minecraft treu geblieben: Das Durchschnittsalter der Spielerinnen und Spieler liegt bei 27 Jahren.

Beitrag zur digitalen Bildung

Für viele von ihnen ist Minecraft mehr als nur ein Spiel: Es ist eine virtuelle Welt, in der sie soziale Kontakte pflegen oder neue Freunde treffen können. Weil das Spiel keine Vorgaben macht, wie man es spielen soll, kann man die Minecraft-Welt einfach als Ort nutzen, an dem man gemeinsam Zeit verbringt – oder versucht, die Welt zu rettet.

Wer will, kann seine Minecraft-Kopie auch auf einem eigenen Server laufen lassen und selbst bestimmen, was dort für Regeln gelten und wer mitspielen darf. Insbesondere für junge Menschen kann Minecraft so ein sicherer digitaler Treffpunkt sein.

Und Bildungseinrichtungen nutzen Minecraft als Lernumgebung – etwa für den Geschichtsunterricht oder um Programmieren zu lehren. Selbst die UNESCO und das World Economic Forum loben das Game deshalb für seinen Beitrag zur digitalen Bildung.

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