Sie habe wegen akutem Nierenversagen nur noch vier Tage zu leben, verkündet Virginia Giuffre in den sozialen Medien. Das sorgt entsprechend für Aufregung, doch es kommen Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Geschichte auf. Nun rudert die Prinz-Andrew-Anklägerin zurück.

Sie sei in Australien, wo sie lebt, mit ihrem Auto in eine Kollision mit einem Schulbus verwickelt gewesen. Der Unfall habe zur Folge gehabt, dass ihre Nieren versagt hätten, lässt Virginia Giuffre ihre Follower in den sozialen Medien wissen. Dazu postet die 41-Jährige am vergangenen Montag ein Foto aus dem Krankenhausbett, auf dem sie mit blauen Flecken und Prellungen zu sehen ist. Die Ärzte hätten ihr "noch vier Tage zu leben" gegeben und würden sie nun in ein auf Urologie spezialisiertes Krankenhaus verlegen, behauptet sie. Sie sei bereit zu gehen, "aber erst, wenn ich meine Babys ein letztes Mal gesehen habe", schreibt Giuffre, die drei Kinder hat.

Die Nachricht ihres drohenden Todes macht entsprechend weltweit Schlagzeilen. Schließlich ist Virginia Giuffres Name eng mit dem Missbrauchsskandal um Jeff Epstein verknüpft. Die heute 41-Jährige wirft Prinz Andrew, der gern gesehen Gast in Epsteins innerem Zirkel gewesen sein soll, vor, sie als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Prinz dementierte dies, einigte sich mit ihr jedoch 2022 in einem außergerichtlichen Vergleich.

Nach der Aufregung um ihren dramatischen Post rudert Giuffre nun indes zurück. Ihre Sprecherin räumte am heutigen Mittwoch ein, dass sie "einen Fehler" gemacht habe und nicht im Sterben liege. "Was ihren Instagram-Post betrifft, ging Virginia davon aus, dass sie diesen auf ihrer privaten Facebook-Seite gepostet hat", heißt es in einem Statement. Ihre Verletzungen werden nicht konkret beschrieben, aber die 41-Jährige befinde sich "weiterhin in einem ernsten Zustand und wird medizinisch versorgt", so ihre Sprecherin.

"Keine ernsthaften Verletzungen"

Laut "Daily Mail" bestätigte die Polizei, dass Giuffre am 24. März als Beifahrerin in einen "leichten Zusammenstoß" mit einem Bus in Neergabby, 80 Kilometer nördlich von Perth, verwickelt war. Nach Angaben der Polizei wurde der Zusammenstoß "am nächsten Tag vom Busfahrer gemeldet", er habe zunächst die Kinder nach Hause fahren wollen. Am Auto, in dem Giuffre saß, soll ein Schaden von etwa 2000 Dollar entstanden sein. "Wir haben keine Berichte über ernsthafte Verletzungen", erklärte die amtierende westaustralische Polizeichefin Kylie Whiteley.

Giuffre soll dem Statement im Anschluss an den Crash zunächst "mit blauen Flecken und Prellungen" nach Hause zurückgekehrt sein. Dort habe sich ihr Zustand verschlechtert und sie sei ins Krankenhaus gebracht worden. Ihren Instagram-Post, in dem sie behauptete, dem Tod geweiht zu sein, habe sie danach versehentlich öffentlich geteilt. Er ist bis heute (2. April) allerdings noch online.

Bereits kurz nach der Veröffentlichung des Posts diskutierten einige Follower in der Kommentarspalte den Wahrheitsgehalt von Giuffres Aussage. Einige vermuteten, dass sie den Vater ihrer Kinder, von dem sie getrennt lebt, in einem Sorgerechtsstreit unter Druck zu setzen wolle. Aktuell soll Virginia Giuffre keinen Kontakt zu ihren Kindern zu haben. "Daily Mail Australia" schreibt, dass die 41-Jährige zehn Tage vor dem Unfall wegen eines angeblichen Verstoßes gegen eine einstweilige Verfügung wegen familiärer Gewalt vor einem Gericht in Perth vorgeladen wurde.

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