Donald Trump holt sich für ein neues Dekret musikalische Unterstützung ins Weiße Haus. Gemeinsam mit seinem glühenden Fan Kid Rock geht der US-Präsident gegen Preiswucher auf dem Konzertticketmarkt vor. Schwarzhändlern soll damit das Handwerk gelegt werden.
Kid Rock ist schon länger als treuer Anhänger Donald Trumps bekannt. Jetzt hat er dem US-Präsidenten sogar einen Besuch im Oval Office abgestattet und ein Anliegen dabei. Ein von Trump während des Besuchs unterzeichnetes Dekret richtet sich gegen überhöhte Preise beim Wiederverkauf von Konzerttickets. Dass der 54-jährige Rockmusiker nicht nur ein glühender Verehrer des Präsidenten ist, sondern auch durch und durch US-Amerikaner, unterstrich er bei diesem Termin durch sein Outfit in den Farben der Flagge.
Zwar habe er selbst nicht viel über das Thema Ticketabzocke gewusst, so Trump unterdessen, "aber ich habe mich informiert, und es ist ein großes Problem". Dabei geht es vor allem um sogenannte Ticket-Bots: Programme, die automatisch große Mengen an Tickets zum Nennwert kaufen und sie später mit teils drastischen Aufschlägen weiterverkaufen. Für Fans wird das zum kostspieligen Ärgernis - und Künstler sehen vom Aufpreis nichts.
Kid Rock "überzeugter Kapitalist"
Kid Rock erklärte dazu kämpferisch: "Jeder, der in den vergangenen zehn, vielleicht 20 Jahren ein Konzertticket gekauft hat, weiß, dass es ein Dilemma ist - ganz gleich, welcher politischen Richtung man angehört." Zwar sei er überzeugter Kapitalist und Deregulierungsbefürworter, doch der massive Preiswucher könne nur durch politisches Eingreifen gestoppt werden. "Man kauft eine Karte für 100 Dollar. Und wenn man zur Kasse geht, kostet sie 170 Dollar. Aber noch wichtiger ist, dass diese Bots … Sie kommen herein und holen sich alle guten Karten für Ihre Lieblingsshows, zu denen Sie gehen wollen. Dann werden sie sofort mit einem Aufschlag von manchmal 500 Prozent neu angeboten. Ich würde es begrüßen, wenn es irgendwann eine Gesetzgebung gäbe, die den Wiederverkauf von Tickets tatsächlich deckelt."
Das neue Dekret verpflichtet die US-Handelsaufsicht FTC zur Zusammenarbeit mit Generalstaatsanwältin Pam Bondi und dem Finanzministerium. Gemeinsam sollen sie sicherstellen, dass Wiederverkäufer geltende Wettbewerbs- und Steuerregeln einhalten. Zugleich soll das sogenannte BOTS-Gesetz strikter durchgesetzt werden. Es untersagt bereits den automatisierten Kauf von Tickets - bislang aber mit wenig Wirkung.
Die Diskussion um Ticketwucher ist nicht neu. Besonders viel Aufregung gab es um den Vorverkauf zur "Eras"-Tour von Taylor Swift, bei dem die Plattform Ticketmaster, eine Tochterfirma des großen Konzertveranstalters Live Nation, unter dem Ansturm zusammenbrach. Danach schossen die Preise auf dem Zweitmarkt in astronomische Höhen. Auch Fans von Bruce Springsteen und anderen Musikgrößen beklagten sich zuletzt über kaum noch bezahlbare Karten.
Live Nation äußert sich
Schon 2022 hatte der Bundesstaat New York ein Gesetz verabschiedet, um Verbraucher zu schützen - mit überschaubarem Erfolg. Zudem läuft eine Klage des US-Justizministeriums- gegen Live Nation und Ticketmaster. Ihnen wird aufgrund des Marktanteils von 70 Prozent ein marktbeherrschendes Monopol im Live-Ticketing vorgeworfen, das faire Preise verhindert.
Nun heißt es von dort: "Schwarzhändler und Bots verhindern, dass Fans Tickets zu den von den Künstlern festgelegten Preisen erhalten. Wir danken Präsident Trump dafür, dass er sich direkt mit ihnen befasst. Wir unterstützen alle sinnvollen Reformen im Bereich des Wiederverkaufs. Einschließlich einer stärkeren Durchsetzung des BOTS-Gesetzes, Obergrenzen für Wiederverkaufspreise und vieles mehr."
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