An diesem Mittwoch wird "Onkel Jürgen", wie Jürgen Drews schon auch mal genannt wird, 80 Jahre alt. Doch auch den Beinamen "König von Mallorca" verpasste man ihm. In einem Interview spricht er nun über das Alter, den Ballermann und seinen aktuellen Gesundheitszustand.
Ein Bett im Kornfeld würde Jürgen Drews womöglich heute nicht mehr so gern aufschlagen, auch wenn er natürlich für immer mit dem gleichnamigen Schlager verbunden bleiben wird. Doch nicht nur damit. Als "König von Mallorca" gilt er auch als Wegbereiter der Ballermann-Szene. Und das, obwohl er eigentlich stets weder Schlagersänger noch Party-Löwe sein wollte. Kaum zu glauben, aber wahr: Am Mittwoch wird "Onkel Jürgen", wie Drews auch liebevoll genannt wird, 80 Jahre alt.
Vorab gab der 1945 geborene Sänger, der seine Karriere als Jazzmusiker und Mitglied der Les Humphries Singers begonnen hatte, der "Bild"-Zeitung ein ausführliches Interview. Dass er 80 werde, sei für ihn "surreal", bekennt er darin. "Die Zahl ist für mich nicht greifbar, weil ich mich nicht so alt fühle."
Drews räumt ein, dass seine Frau Ramona ihm die Haare färbe, denn: "Eitel bin ich immer gewesen und werde es bleiben bis zu meinem letzten Atemzug." Da er offensichtlich "gute Gene" habe, müsse er für sein Aussehen jedoch weiter nichts großartig tun.
"Ich wollte alles mitnehmen"
Dass er vor zwei Jahren das Ende seiner Karriere bekannt gegeben hat, bereue er nicht, sagt Drews. Schon die Zwangspause während der Corona-Pandemie habe er genossen. Inzwischen ist zudem seine Erkrankung an der Nervenkrankheit Polyneuropathie hinzugekommen. Diese habe er "im Griff und keine Schmerzen", erklärt er im "Bild"-Gespräch. "Bei längeren Spaziergängen werde ich etwas schneller müde und habe eine leichte Gangunsicherheit", geht er ins Detail. Ähnliche Probleme hätten andere Menschen in seinem Alter ohne seine Erkrankung aber auch.
Dass er früher manchmal an einem Abend drei Auftritte absolviert habe, erklärt Drews so: "Ich wollte einfach alles mitnehmen, was geht. Ich dachte, so ein guter Lauf kann auch mal schnell zu Ende sein. War er aber nie." Nur in den 80er-Jahren habe er wegen eines Karriereknicks schon auch mal "finanzielle Engpässe" gehabt.
Dass Drews sich mit der Bezeichnung Schlagersänger nie so recht anfreunden kann, ist bekannt. "Das Wort Schlager konnte ich nie ertragen", gibt er dementsprechend auch in dem Interview zu Protokoll. Schon überraschender ist, wie sehr er sich von seiner Ballermann-Vergangenheit distanziert. "Diese Auftritte dort waren eigentlich nicht mein Ding", sagt Drews und ergänzt: "Im Publikum ging es so wild her, dass ich der Zuschauer war, obwohl ich auf der Bühne stand. Privat gab es bei mir keine wilden Partys, keine Drogen und keinen Alkohol. Mein Privatleben war das Gegenteil dieser Ballermann-Auftritte."
Er würde gern 100 werden
Über seine Rolle als "König von Mallorca" sagt Drews zudem: "Ich habe es als lustig empfunden, mir die Gummikrone aufzusetzen und den Königsmantel umzuhängen. Ich habe das alles ein bisschen verhohnepiepelt."
Zu seinem 80. Geburtstag wünsche er sich einfach nur, gesund zu bleiben und sich mit seiner Frau Ramona wohlzufühlen, so der Sänger. Im Dezember sind die beiden aus dem nordrhein-westfälischen Dülmen in ein Haus auf dem Land nach Bayern gezogen. Tochter Joelina und ihr Verlobter Adrian Louis wohnen ganz in der Nähe.
Drews räumt ein, dass er schon auch mal über den Tod nachdenke. "Aber es ist mehr als die halbe Miete, wenn du dein Umfeld magst. Und wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, möchte ich gern 100 Jahre alt werden."
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