In seinem aktuellen Megahit besingt Oimara seinen "Wackelkontakt". Doch auch im wahren Leben schlägt der bayerische Sänger schon mal über die Stränge, wie er nun erzählt. Da steht er zum Beispiel auch mal nackt in der Küche.

Sänger Oimara, dem mit "Wackelkontakt" ein Megahit in Deutschland gelungen ist, ist gelernter Koch - und stand als solcher auch schon mal nur mit der Schürze bekleidet im Zwei-Sterne-Restaurant am Herd. Er habe mit einem Kumpel gewettet, dass der Küchenchef das einen halben Tag lang nicht merken würde, erzählte der Liedermacher im Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Dann stand ich mit nacktem Hintern in der Küche und bin nur brustwärts am Chef entlanggegangen", sagte Benedikt Hafner, wie Oimara bürgerlich heißt. Er sei bei dieser Wette während seiner Ausbildung auf der spanischen Insel Mallorca nicht aufgeflogen.

Aber es war nicht sein einziger Streich: "Ein anderes Mal habe ich gewettet, ob ich es zwei Minuten im Schockfroster aushalte." Auch das habe er geschafft.

Er isst gern Schweinsbraten

Der 33-Jährige mit Küchen-Expertise isst am liebsten Knoblauch-Spaghetti und gerne "Schweinsbraten, aber der muss gut gemacht sein mit einem wirklichen Saftl und nicht mit einer abgebundenen Stärke-Soße", sagte Oimara. "Das kriegst du mittlerweile selbst in Bayern nur noch selten."

Oimara stammt vom bayerischen Tegernsee. Der Künstlername, dessen Betonung nicht etwa, auf dem ersten oder zweiten "a", sondern auf "Oi" liegt, verweist tatsächlich auch auf diese Herkunft. Oimara ist Bairisch und bedeutet Almerer - der von der Alm kommt.

So begann für den Sänger alles auf der Hafner-Alm der Eltern hoch über dem Tegernsee, eineinhalb Stunden zu Fuß hinunter ins Dorf und zur Schule. Abgeschieden von der Welt, aber zugleich mit vielen Gästen in der elterlichen Gastronomie und mit sehr vielen unterschiedlichen Tieren, denn die Familie hatte dort oben auch eine Tierauffangstation.

"Alles selber beigebracht"

Früh schon habe er auf allen möglichen Dingen "herumgeklopft", berichtete Oimara Anfang des Monats in einem Interview. Mit ungefähr zehn Jahren habe er die erste Gitarre bekommen. "Ich habe mir alles selber beigebracht", erklärte er. Die ersten Songs habe er auf Drängen des Vaters auf der Alm gespielt.

Er selbst habe das nicht gemocht. "Ich wollte nicht vor Leuten spielen. Ich hatte Angst davor - hab' ich heute noch." Doch er kam gut an. Es folgten eine Buchung für eine Geburtstagsparty von Schauspieler Fritz Wepper und ein erster Auftritt im renommierten Vereinsheim in Schwabing. Erste Erfolge im Netz gab es 2018 mit "Bierle in der Sun".

Jetzt ist ihm mit "Wackelkontakt" ein Riesenhit geglückt, der in diesem Jahr nicht nur die Karnevalsfeiern und Après-Ski-Partys dominierte. Er steht seit Wochen auf Platz eins der deutschen Single-Charts. Auch an diesem Freitag belegt er wieder die Top-Position, gefolgt von "Tau mich auf" von Zartmann sowie "APT." von ROSÈ und Bruno Mars.

Das Schöne an der Zweideutigkeit

"Wär' ich ein Möbelstück, dann wär ich eine Lampe aus den Siebzigern", heißt es unter anderem in dem Song. Rund ums Thema Licht und Strom zeichnet sich das Lied durch Andeutungen und Wortspiele aus. Musikalisch ist "Wackelkontakt" eine ungewöhnliche Mischung. Akustik-Gitarre und ein Bläser sind zu hören - bis plötzlich Techno-Beats in Hochgeschwindigkeit einsetzen. Später gesellt sich ein Kinderchor dazu.

"Klar, denkt man sich was dabei", sagte der Interpret über die Komposition. "Das ist ja das Schöne an der Zweideutigkeit: Es ist sehr viel Interpretationsspielraum und jeder kann sich seinen Teil dabei denken", ergänzte er. "Aber die Intention, als ich den Song geschrieben habe, war einfach nur Musik zu machen."

Noten könne er nicht, gibt Oimara zu. Als Koch habe er jahrelang auf Mallorca in der Küche gestanden. Das Hotelmanagement-Studium im prominenten Seehotel Überfahrt am Tegernsee habe er abgebrochen. "Ich hab' beschlossen: Ich werd' jetzt Musiker. Damals haben mich alle für verrückt erklärt."

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