Auf dem roten Teppich der 97. Oscar-Verleihung sind die ersten politischen Statements aufgetaucht. Inmitten der edlen Roben und Anzüge der Filmstars fanden sich am Sonntagnachmittag (Ortszeit) kleine Symbole des Protests.
So hat etwa der „Konklave“-Autor Peter Straughan seine Unterstützung für die Ukraine mit einem Anstecker auf seinem Anzug demonstriert, der die Flagge des Landes zeigte. „Nur um zu sagen, dass wir der Ukraine nicht den Rücken kehren sollten“, sagte Straughan der Zeitschrift „Variety“.
Nach dem beispiellosen Eklat zwischen US-Präsident Donald Trump sowie seinem Stellvertreter J.D. Vance und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus war Straughan nicht der Einzige, der mit der Anstecknadel seine Solidarität für die Ukraine bekundete.
Das Team hinter dem für den besten Dokumentarfilm nominierten Film „Porcelain War“, der die Geschichte ukrainischer Künstler erzählt, die ihre Pinsel gegen Waffen tauschten, um gegen die russische Invasion zu kämpfen, trug ebenfalls Anstecker mit der ukrainischen Flagge.
Der Schauspieler Guy Pearce („Der Brutalist“) trug bei der Preisverleihung eine Anstecknadel mit der Aufschrift „Free Palestine“, die eine weiße Taube und einen goldenen Zweig zeigt. Pearce, der seine Unterstützung für die palästinensische Bevölkerung während der gesamten Preisverleihungssaison mit verschiedenen Ansteckern zum Ausdruck gebracht hat, sagte: „Das ist das Mindeste, was wir tun können.“ Er sei für die Anerkennung eines unabhängigen Staates Palästina, sagte er auf dem roten Teppich. Das Gebiet solle so viel Unterstützung wie möglich bekommen, „weil es das absolut braucht“, sagte Pearce weiter.
Die schwedische Sängerin und Schauspielerin Kayo Shekoni hob ihren schwarzen Absatz, um auf dem roten Teppich den Schriftzug „Free Congo“ zu enthüllen und sich für das konfliktgeplagte afrikanische Land einzusetzen.
Eine propalästinensische Protestaktion hat am Nachmittag bereits kurzzeitig den Zugang zum roten Teppich der 97. Oscar-Verleihung blockiert. Gegen 15.16 Uhr Ortszeit teilte die Academy den Teilnehmern der Gala mit, dass sie in ihren Fahrzeugen bleiben sollen, weil die Veranstaltung aktuell keine Gäste mehr empfangen könne. Zehn Minuten später hieß es, die Ankunft der Stars könne weitergehen. Der Teppich war in der Zwischenzeit weitgehend leergeräumt. Demonstranten hatten den Informationen zufolge die Highland Avenue in Los Angeles abgeriegelt und den Anreisestrom zu den Oscars kurzzeitig zum Erliegen gebracht.
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