Es gibt nicht mehr viele antike Länder, in denen Asterix und Obelix noch nicht waren. Von Ägypten bis Spanien, von Griechenland bis Schottland haben sie schon viele Gegenden bereist. In Band 41 verschlägt es sie in ein weiteres: es geht zu den Lusitanern.

Die Reisen von Asterix und Obelix waren stets Geschichten voller Abenteuer und Humor. Ob es nach Ägypten ging oder nach Rom, nach Spanien, Amerika oder zu den Olympischen Spielen - in den Herzen der Fans nehmen diese Alben stets einen besonderen Platz ein.

Leserinnen und Leser können in den Comics nicht nur etwas über antike Länder lernen. Beliebt sind sie vor allem, weil Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo dabei stets auch die Sitten und Macken der Gastgeber liebevoll auf die Schippe nehmen. Wer erinnert sich nicht an die pünktlichen Schweizer, die ordnungsliebenden Goten und die Briten mit ihren Spleens?

Die Tradition ist geblieben: die tapferen Gallier verlassen regelmäßig ihr Dorf, um Freunden zu helfen und die Welt zu erkunden. Auch seit neue Künstler "Asterix" fortführen, wechseln sich Abenteuer, die im Dorf spielen, mit Reiseabenteuern ab - zuletzt ging es in "Asterix und der Greif" zu den osteuropäischen Sarmaten.

Nun ist es wieder so weit. Nach dem überaus gelungenen Band "Die weiße Iris", in dem es die Gallier mit einem römischen Achtsamkeits-Coach zu tun bekommen, geht es erneut in die Ferne. Band 41, der am 23. Oktober erscheint, heißt "Asterix in Lusitanien". Dahinter verbirgt sich Portugal. Zwar waren die Gallier bereits in Band 14 in Spanien, den westlichen Teil der iberischen Halbinsel haben sie aber noch nicht besucht.

"Ein Album mit viel Licht und Sonne"

Lusitania war der Name einer römischen Provinz in der Kaiserzeit, die nicht nur einen Großteil des heutigen Portugals umfasste, sondern auch Teile Westspaniens. Benannt wurde das Gebiet nach den dort lebenden Lusitanern, einem indogermanischen Volk.

Auf Portugal verweist auch das vorläufige Cover, das der Verlag Story House Egmont veröffentlicht hat: Zu sehen sind Asterix, Obelix und Idefix, die auf einem Steinmosaik stehen. Es handelt sich um einen Calçada portuguesa, einen portugiesischen Gehweg, der hier die Form eines Kabeljaus erkennen lässt. Die Ursprünge der Pflasterung liegen in der Antike, aber bis heute ist die Mischung aus weißem Kalkstein und schwarzem Basalt typisch für das Land.

Laut Autor Fabcaro, der nun seinen zweiten "Asterix"-Band vorlegt, war es gar nicht so einfach, ein Land zu finden, das die Gallier noch nicht bereist haben. Aber es gibt noch einen Grund für das Reiseziel: "Ich hatte Lust auf ein Album mit viel Licht und Sonne, mit mediterranem Klima und ein bisschen Urlaubsstimmung." So sei er schnell auf das heutige Portugal gekommen. "Ich war ein paar Mal im Urlaub dort und fand es toll! Die Portugiesen sind sehr herzlich." Kein Wunder, dass er eine Arbeitsreise dorthin unternahm, um Spezialitäten zu kosten, Notizen zu machen, Schauplätze zu erkunden und Fotos zu schießen.

Hinweis in "Die Trabantenstadt"

"Ich liebe die Alben, in denen die Gallier auf Reisen gehen", sagt auch Zeichner Didier Conrad, für den es bereits der siebte "Asterix"-Comic ist. "Ich liebe es, pittoreske Landschaften nachzuzeichnen und kleine Anspielungen auf die Kultur des jeweiligen Landes einzubauen." Inspirationen für die Portugal-Zeichnungen bekam er durch einen eigenen Urlaub, aber auch durch eine Fotoreportage von Fabcaro und Recherchen im Internet. So entstand das Cover, mit dem Conrad die "Virtuosen des Pflasterhandwerks" würdigen wollte. Auch wenn es "eine Menge Zeit gekostet" habe, jeden Stein einzeln zu zeichnen.

Wie und warum die Gallier nach Portugal kommen, erfahren Leserinnen und Leser erst im Herbst, wenn der neue Band erscheint. Einen kleinen Hinweis gibt Fabcaro aber: "Ein ehemaliger lusitanischer Sklave, den wir bereits aus 'Die Trabantenstadt' kennen, bittet die Gallier um Hilfe." Der Autor meint damit Band 17 der Reihe, der als "Asterix im Land der Götter" auch schon verfilmt wurde.

Einen weiteren Hinweis liefert der portugiesische Botschafter in Frankreich, José Augusto Duarte, der laut Verlag eine Parallele zieht: "Wie die unbeugsamen Gallier stellten sich einst auch die tapferen Lusitaner unter der Führung des furchtlosen Viriathus dem übermächtigen Römischen Reich entgegen - fest entschlossen, ihre Werte, ihre Traditionen und ihre Freiheit zu verteidigen."

Es sollte also auch wieder mächtig Kloppe für die römischen Legionäre geben. Aber das hat "Asterix" ja zu einer der erfolgreichsten Buchveröffentlichungen aller Zeiten gemacht: Von der weltbekannten Serie wurden bereits 400 Millionen Exemplare verkauft, darunter Übersetzungen in 120 Sprachen und Dialekte. Der neue Band erscheint laut Verlag zeitgleich in 19 Sprachen, mit einer Auflage von fünf Millionen Exemplaren.

Wer es die kommenden zehn Monate bis zum Erscheinen des neuen Albums gar nicht abwarten kann, dem bleibt die Animationsserie "Idefix und die Unbeugsamen" auf RTL+. Mittlerweile zwei Staffeln (und mehrere Comicalben) erzählen von den Abenteuern des tapferen Hundes in Paris - bevor er Asterix und Obelix kennenlernte. Dabei gibt es einen freudigen Anlass: Idefix feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. 1965 erschien in Frankreich das Album "Tour de France", in dem er seinen ersten Auftritt hat. Ab 30. April gibt es außerdem eine Netflix-Serie von "Asterix", eine Adaption des Albums "Kampf der Häuptlinge".

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