Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
im Nachgang von Politik-Talkshows auf "X" zu lesen, was die Menschen dort über die Sendungen und deren Gäste denken, macht selten Spaß. Der Ton ist teils unterirdisch, es gibt Diffamierungen in alle Richtungen und – besonders beliebt – den Vorwurf der Hetze. Während einige "X"-Autoren selbst sehr gut darin sind, zu hetzen.
Ein Vorwurf, der sich mal mehr, mal weniger sachlich vorgetragen durch die vergangenen Tage zieht, lautet, dass die Show-Gäste in Bezug auf Russland Bedrohungsszenarien für Deutschland und Europa aufbauen, für die es keine belegbaren Indizien gebe. Ganz unbegründet scheint der Vorwurf nicht zu sein, denn selbst Markus Lanz sah sich in der jüngsten Ausgabe seiner Talkshow im falschen Film.
Außerdem: Wladimir Putin, Präsident besagten Russlands, hat sich zur vorgeschlagenen Waffenruhe in der Ukraine geäußert.
Kommen Sie gut durch den Tag und haben Sie ein schönes Wochenende!
Gideon Ötinger
Markus Lanz blickt mit Sorge auf Aussagen seiner Gäste
Einer der ältesten Tricks russischer Propaganda ist es, im Westen Ängste zu schüren und die Gesellschaft so zu destabilisieren. Zu diesen Ängsten zählt auch ein Angriff Russlands auf Deutschland oder Europa. Die militärische Gefahr durch Russland war nun wieder einmal Thema in der Talkshow von Markus Lanz.
Und was Lanz insbesondere vom Militärexperten Sönke Neitzel hört, gefällt ihm gar nicht. Neitzel spricht verschiedene Szenarien an, etwa von russischen Angriffen auf Paris oder davon, dass der Sommer dieses Jahres der letzte Sommer im Frieden sein könnte. Lanz sagt: "Wenn uns jemand einschaltet, denkt der, er ist im russischen Fernsehen gelandet." Denn dort würden genau solche Szenarien besprochen.
"Wir reden aber nicht vom Dritten Weltkrieg", entgegnet Neitzel. Die Nato gehe nicht davon aus, dass Russland Paris angreift oder Paris im Gegenzug Moskau attackiert. Überhaupt gehe kein Experte von einem "großen Krieg" aus, wohl aber von einem "Antesten der Nato".
Trotzdem fällt es schwer, Markus Lanz' Eindruck zu widersprechen: Russische Themen haben es in die beste deutsche Sendezeit geschafft.
Selenksyj findet Putin-Antwort auf mögliche Waffenruhe "manipulativ"
Lange hat man darauf warten müssen, was Russlands Präsident Wladimir Putin von der vorgeschlagenen, 30-tägigen Waffenruhe in der Ukraine hält. Nun hat er reagiert – allerdings vage und mit einigen Forderungen. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenksyj hält nicht viel von dieser Reaktion.

Krieg mit der Ukraine Selensykj findet Putins Reaktion auf Vorschlag für Waffenruhe "manipulativ"
Mats Hummels kassiert nach elf Minuten Rot und tut Buße
Eintracht Frankfurt hat souverän das Viertelfinale der Fußball-Europa-League erreicht. Mit 4:1 gewannen die Frankfurter das Achtelfinal-Rückspiel gegen Ajax Amsterdam und treffen in der nächsten Runde auf Tottenham Hotspur. Weniger erfreulich lief das Achtelfinale für einen anderen deutschen Teilnehmer: Mats Hummels sah im Spiel seiner AS Roma gegen Bilbao sehr früh Rot – und sein Team schied in Unterzahl aus. Auf Instagram entschuldigte sich Hummels im Anschluss:

Aus in der Europa League Mats Hummels sieht früh Rot und übt scharfe Selbstkritik
Podcast: Was weiß der BND über den Corona-Ursprung?
Der Bundesnachrichtendienst soll in einem Geheimbericht darlegen, dass Covid dem Wuhan-Labor entstammt. Die stern-Politikchefs Jan Rosenkranz und Veit Medick diskutieren über mögliche politische Folgen im "5-Minuten-Talk".
Was heute sonst noch wichtig wird
- Der Bundeswahlausschuss stellt das endgültige Ergebnis der Bundestagswahl fest
- In New York ist die Voranhörung des wegen Erpressung und Sexhandels angeklagten Rappers Sean "Diddy" Combs
- In der Autobranche kriselt es, die aktuellen Zahlen von VW und Porsche sind schlecht. Heute stellt BMW seine Jahreszahlen vor
- Der neue kanadische Regierungschef Mark Carney wird vereidigt
Mit Material der Agenturen.
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