Vor sechs Jahren wird Peter Maffay noch einmal Vater. Heute ist er 75 Jahre alt und denkt recht pragmatisch über den Tod nach. Dabei geholfen hat ihm der Glaube an eine höhere Instanz, an den er als "Quereinsteiger" gekommen sei. Was das mit seiner Musik zu tun hat, erklärt er in einem Interview.
Mit 75 Jahren kann Peter Maffay inzwischen auf jede Menge Lebenserfahrung zurückgreifen, wovon sicherlich auch seine jüngste Tochter Anouk profitiert, die er gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Hendrikje Balsmeyer vor sechs Jahren bekam. Und auch oder gerade weil er so spät noch einmal Vater wurde, ist das Thema Tod für den Musiker allgegenwärtig und nichts, das er aus seinem Leben ausklammert. Stattdessen hat er im Laufe der Jahre seine ganz eigenen Sicht auf den Glauben entwickelt, der ihm dabei hilft, das Thema pragmatisch anzugehen.
Dabei war die Kirche für Maffay schon früh kein Thema mehr, bereits als junger Mann sei er dort ausgetreten. Doch "nicht wegen des Glaubens, sondern wegen der Institution". Das stellt er jetzt in einem Interview mit der Zeitschrift "Blick" klar. "Jemand hat mal gesagt: Es gibt keine Probleme mit dem lieben Gott, aber manchmal mit seinem Bodenpersonal." Er betont aber auch, dass die Kirche durchaus viel Gutes tue.
Er selbst habe sich erst später intensiver mit dem Glauben auseinandergesetzt, sei sozusagen "Quereinsteiger in Sachen Glaube". In schwierigen Situationen habe er Trost darin gefunden, sich an eine höhere Instanz zu wenden. Heute gehört das Gebet für ihn zum Alltag. "Ich bete jeden Tag. Glaube ist mein Leuchtturm", so Maffay. Auch die Musik sei für ihn eine Form des Gebets.
Als sein Vater im Sterben lag, widmete er ihm das Lied "Wenn wir uns wiedersehen". Maffay dazu: "Darin stellt sich die Frage, ob es irgendwo eine Wiedervereinigung gibt. Über ein Leben nach dem Tod spekuliere er selbst nicht. Viel wichtiger sei ihm die Idee, dass es eine "Brücke" gebe, auf der es weitergehe. "Mir reicht ein richtig gelebtes Leben, ich bin damit mehr als zufrieden."
Von der Geige zur Gitarre
Peter Maffay ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in der deutschen Musiklandschaft. Songs wie "So bist du" und "Über sieben Brücken" haben ihn berühmt gemacht. Doch der Weg dorthin war nicht immer einfach, wie er kürzlich in einem Podcast des "Hamburger Abendblatts" verriet.
Mächtig gegen den Strich ging ihm als Kind die Geige. Seine Mutter habe darauf bestanden, dass er das Instrument lernt. "Meine Mama war eine resolute, energische Frau, und die hat das durchgesetzt", erinnerte sich Maffay in dem Gespräch. Ihr Ziel: Er sollte die Toselli-Serenade spielen können. "Die hab ich mir dann aus den Rippen gequetscht und ihr vorgespielt. Damit war unser Deal dann beendet."
Ganz anders lief es für ihn dann in Bezug auf die Gitarre. Ein Freund in seiner rumänischen Heimat habe eine besessen und mit seinem Spiel viel Aufmerksamkeit - vor allem von Mädchen - bekommen. "Dann hab ich gedacht, hm, das ist interessant, das müsste man eigentlich auch probieren", so Maffay. Eine Entscheidung, die sein Leben veränderte, denn bis heute ist die Gitarre seine treueste Begleiterin.
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