Hat man die erste Folge von Herzogin Meghans neuer Netflix-Serie "With Love, Meghan" zu Ende gesehen, kann man das Fazit ziehen: So wie Meghan zu sein, ist gar nicht so schwer. In einer Szene in der Episode füllt die Herzogin Erdnuss-Brezelchips aus einer Plastiktüte in eine andere Plastiktüte um und beschriftet ein Label mit schöner Schreibschrift. Ist das nicht ein geradezu revolutionär cleverer Trick, um profane Alltagsdinge schöner zu inszenieren? Jenseits aller Häme lässt sich feststellen, dass Meghans Tipps und Tricks ihrer Doku-Serie wirklich leicht zu übernehmen sind. Man muss kein Sternekoch sein, man muss nicht mal jemals gekocht haben.
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Dass die neue Produktion der in Großbritannien nicht allzu beliebten Ehefrau von Prinz Harry bei den Briten nicht besonders gut ankommen würde, war bereits im Vorfeld klar. Und so fallen die Kritiken von der Insel vernichtend aus. Der "Guardian" gibt nur einen Stern von möglichen fünf. "Es sind nicht die Aktivitäten an sich, die anstößig sind, und auch nicht das Credo, die kleinen Momente des Lebens mit Freude zu genießen", so die Autorin Chitra Ramaswamy. "Es ist das Fehlen von Humor, Ironie, Selbsterkenntnis und Verständnis für die Realität dieser zutiefst ungleichen und apokalyptischen Welt, das 'With Love, Meghan' am Ende so unsympathisch macht", resümiert sie.
Die britische Zeitung "Telegraph" bezeichnete die achtteilige Serie als Zurschaustellung von "Narzissmus". Und die "Times" schreibt, die 43-Jährige stelle ihren "extremen Reichtum und ihren unglaublich exklusiven Lebensstil" zur Schau, "als ob dieser für jeden verfügbar wäre". Die "Daily Mail" veröffentlichte gleich mehrere Artikel zum Thema, wenig davon schmeichelnd. "Meghans neue Show wirkt wie eine Schüssel mit Consommé – angestrengt und dünn. Genießt sie sie überhaupt selbst?", so eine Headline von vielen negativen.
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Memes und Witze
Bei den Zuschauern sind die Reaktionen ebenfalls gemischt. Besonders Meghans Tüten-Trick, wie oben beschrieben, sorgt für Belustigung. "Ich bin so froh, dass Meghan Markle eine neue Show auf Netflix hat, in der ich ihr dabei zusehen kann, wie sie Brezeln aus einer beschrifteten Tüte nimmt und sie in eine neue Tüte steckt … und diese dann beschriftet. Die Martha Stewart des Volkes!", schreibt ein Nutzer bei X scherzhaft. "Habe ich gerade gesehen, wie Meghan Erdnussbutterbrezeln von Trader Joe's in eine Plastiktüte gesteckt hat, um die Gäste zu empfangen?", scherzt ein anderer. "Ich bin so froh, dass Netflix Meghan Markle unter Vertrag genommen hat, um so erstaunliche Inhalte zu produzieren, wie zum Beispiel das Ausleeren von Brezeln aus einer Plastiktüte in eine andere", so der Beitrag eines Zuschauers.
Dass Meghan auf fast alle süßen Gerichte getrocknete Blümchen streut (die sie in ihrem Shop verkaufen wird), führt zu einigen Witzen und Memes. Die Tatsache, dass Meghan zu Mindy Kaling sagt, sie heiße nicht mehr Markle, sondern Sussex, finden besonders Royal-Experten absurd und schlichtweg falsch. Denn Sussex ist Harrys und Meghans Titel, ihr Nachname ist Mountbatten-Windsor.

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Bei aller Kritik und Belustigung gibt es allerdings auch viele wohlwollende Reaktionen im Netz. "Mein Fazit zu 'With Love, Meghan' ist, dass wirklich jeder willkommen ist, von Köchen, Hausfrauen und Essensliebhabern, die kein Messer halten können, bis hin zu Freunden, die Champagner öffnen und etwas bestellen, weil es darum geht, Freude zu finden und zu schenken", so das Fazit einer Zuschauerin. "Ich liebe die Atmosphäre der Show. So entspannt und friedlich", schreibt ein Nutzer.
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