Parken am Flughafen ist teuer – wenn man lange im Kurzpark-Bereich steht, gehen die Kosten schnell in die Tausende. So ein Fall spielt sich gerade am Airport Berlin ab.
 

In Berlin macht ein Auto Schlagzeilen, für das mittlerweile Zehntausende Euro Parkgebühren aufgelaufen sein sollen. Seit über einem Jahr stehe der Wagen auf dem Kurzzeitparkplatz des Flughafen BER, berichtete die "Berliner Zeitung" Mitte dieser Woche. Die Gebühr pro Tag: 552 Euro. Denn pro Stunde werden auf dem Kurzzeitparkplatz 23 Euro fällig. Bis zu zehn Minuten sind kostenfrei.

Betreiber des Parkplatzes ist die Apcoa Deutschland GmbH mit Sitz in Stuttgart. Ein Unternehmenssprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Auto stehe schon länger am Flughafen. Dass es sich um ein Jahr handele, könne er allerdings nicht bestätigen. Apcoa stehe im engen Austausch mit dem Flughafen als Eigentümer des Parkhauses und den zuständigen Behörden.

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Der Prozess der Ermittlung des Halters sei noch nicht abgeschlossen, hieß es weiter. Ein Fahrzeug in dieser Situation abzuschleppen, sei rechtlich komplex und nicht kurzfristig umsetzbar. Nun scheint es doch möglich gewesen zu sein: Laut "Bild" wurde das Fahrzeug am Dienstagvormittag von einem Abschleppwagen weggefahren. "Das Fahrzeug wurde in Absprache zwischen Apcoa und der FBB (Flughafengesellschaft, Anm. d. Red.) zu einem anderen Stellplatz gebracht", so ein Sprecher des Parkplatzbetreibers Apcoa zur DPA.

Wer zahlt fällige Parkgebühren am Flughafen BER?

Auf die Frage, ob Apcoa die ausstehenden Parkgebühren einzutreiben gedenkt, hatte der Sprecher der "Berliner Zeitung" gesagt: "Ob geschuldete Parkgebühren in diesem Zusammenhang eingetrieben werden können, hängt davon ab, ob der Schuldner ermittelt werden kann und über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt."

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Trabant Der Trabant ist ein symbolträchtiges Automodell aus der ehemaligen DDR. Es wurde 1958 von dem Automobilhersteller VEB Sachsenring eingeführt. Der Trabant, oft liebevoll "Trabi" genannt, war das häufigste Automobil in der DDR und ein ikonisches Fahrzeug Ostdeutschlands. Die Ausstattung ist denkbar einfach. Die Karosserie ist aus dem Kunststoff Duroplast, der Zweitaktmotor der alten Modelle leistet 26 PS. Die Höchstgeschwindigkeit der Rennpappe liegt damit bei rund 100 km/h. Die Produktion wurde 1991, zwei Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands, eingestellt, da der Trabant den höheren Umweltauflagen des wiedervereinigten Deutschlands nicht entsprach und die große Auswahl westlicher Fahrzeuge für den kleinen Wagen zu große Konkurrenz darstellte. Und das, obwohl das letzte Modell, der Trabant 1.1, sogar einen Viertaktmotor hatte. Insgesamt wurden knapp 3,1 Millionen Fahrzeuge gebaut.

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Der DPA teilte der Sprecher mit: Sobald der Halter ermittelt wurde, werde "in Rücksprache mit ihm" geprüft, inwieweit die ausstehende Forderung beglichen werden kann. Doch noch bleibt die Frage offen: "Weder das Auto noch das Kennzeichen sind als gestohlen gemeldet", sagte ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Süd in Cottbus der "Bild".

Hinweis: Dieser Artikel wurde nach dem Abschleppen des Fahrzeugs aktualisiert.

DPA tkr
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