Die Felgenmarke BBS kehrt zurück. Nachdem die BBS Autotechnik GmbH im vergangenen Jahr erneut Insolvenz anmelden musste, gibt es nun eine neue Perspektive für den traditionsreichen Räderhersteller. Der Unternehmer Klaus Wohlfarth, Inhaber der Markenrechte von BBS, hat mit dem Insolvenzverwalter Dirk Pehl eine Vereinbarung über die Übernahme wesentlicher Vermögenswerte getroffen. Damit ist der Weg für einen Neustart der Produktion geebnet.
"Die Wiederaufnahme der Fertigung von BBS-Felgen ist ein Erfolg, den viele nicht mehr für möglich gehalten haben", erklärte Insolvenzverwalter Pehl am Donnerstag laut einer Mitteilung. Noch im Oktober 2024 hatte er den meisten der rund 240 Beschäftigten an den Standorten Schiltach und Herbolzheim kündigen müssen, da kein regulärer Geschäftsbetrieb mehr stattfand und es weder Aufträge noch finanzielle Mittel gab. Die damalige Geschäftsführung hatte sich aus der Verantwortung zurückgezogen. Pehl führte mit einer verbliebenen Notbesetzung von 17 Mitarbeitenden die Abwicklung des Betriebs durch.
"BBS hat mich nie losgelassen"
Mit der Übernahme durch Klaus Wohlfarth beginnt nun ein neues Kapitel. Der Unternehmer, der BBS aus der dritten Insolvenz übernommen hatte und seitdem die Markenrechte hält, sieht großes Potenzial: "BBS hat mich nie losgelassen. Ich glaube fest an die Stärke dieser Marke und freue mich, die Produktion wieder aufnehmen zu können." Über den Kaufpreis der übernommenen Vermögenswerte – darunter Werkzeuge, Maschinen und bestehende Warenbestände – wurde Stillschweigen vereinbart.
Mit dem Neustart der Produktion wird BBS erneut zum Leben erweckt. Welche Standorte künftig eine Rolle spielen und welche Produktionskapazitäten erreicht werden sollen, ist noch nicht bekannt.
BBS wurde 1970 gegründet. Die drei Buchstaben "BBS" stehen für die Namen der einstigen Gründer und den Ort: Baumgartner, Brand, Schiltach.
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